Verhandlungen : Israelischer Unterhändler kritisiert Olmert

Der israelische Unterhändler fand deutliche Worte: "Das ist absoluter Wahnsinn", sagte er über das Verhalten von Regierungschef Olmert. Dieser habe während der Verhandlungen um eine Waffenruhe Israels Verbündeten Ägypten beleidigt.

JerusalemIsraels Unterhändler für die Gespräche über eine Waffenruhe mit der radikalislamischen Hamas hat das Büro des scheidenden Regierungschefs Ehud Olmert scharf kritisiert. Olmerts Büro habe Ägypten beleidigt, sagte Amos Gilad nach einem Bericht der Tageszeitung "Maariv" vom Mittwoch. "Das ist absoluter Wahnsinn. Ägypten ist unser letzter Verbündeter in der Region". Das Büro des Regierungschefs habe die "mutige und gerechte" Vermittlung und den "guten Willen" Ägyptens bei den Verhandlungen nicht ausreichend geschätzt.

Olmert fordert Freilassung eines israelischen Soldaten

Zudem kritisierte Gilad, der für das israelische Verteidigungsministerium arbeitet, Olmerts Entscheidung, einen Waffenstillstand sowie die Öffnung der Grenzübergänge zum Gazastreifen von der Freilassung des von der Hamas entführten Gilad Schalit abhängig zu machen. Vor Gilad hatte bereits Ägyptens Präsident Husni Mubarak Olmert wegen der Forderung nach der Befreiung des 2006 entführten Soldaten kritisiert.

Das israelische Sicherheitskabinett wollte am Mittwoch über einen Vorschlag von Regierungschef Olmert für eine Waffenruhe mit der Hamas und die Öffnung der Grenzübergänge abstimmen. Die Beratungen begannen bereits am Morgen. In dem Papier wird die Freilassung Schalits als Bedingung für einen Waffenstillstand genannt. (jnb/AFP)

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