Politik : Verhandlungen über Regierung in Belgien geplatzt

Brüssel - Knapp drei Monate nach den Parlamentswahlen wird Belgien von einer schweren Staatskrise erschüttert. Da flämische Nationalisten und Christdemokraten die Verhandlungen zur Regierungsbildung blockieren, warf der französischsprachige Sozialistenchef Elio Di Rupo, der mit der Sondierung einer Koalition betraut ist, am Freitag in Brüssel das Handtuch. König Albert II. entschied jedoch zunächst nicht über den Rückzug Di Rupos. Weitere Gespräche seien nötig. Diese können nach Informationen des belgischen TV-Senders RTBF einige Tage lang dauern. „Wir waren sehr nahe am Ziel. Wir haben eine Chance verpasst“, sagte Di Rupo nach seinem Gespräch mit dem Monarchen. Es müsse nun auf neuer Basis begonnen werden. Bisher saßen sieben Parteien am Tisch. Di Rupo scheiterte vor allem am Widerstand von Bart De Wever, dem Chef der flämischen Nationalisten von der N-VA. De Wever ließ es offen, ob er nun die Verhandlungen übernehmen wolle. dpa

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