Politik : Verkehrspolitiker fordern Rücktritt von Mehdorn

-

Berlin Der Druck auf Bahnchef Hartmut Mehdorn, sich von seinem Posten zurückzuziehen, ist am Donnerstag weiter gewachsen. Einen Tag nach der überraschenden Absage des Börsengangs der Bahn für das Jahr 2006, den Mehdorn bisher mit großem Nachdruck verfolgt hat, sorgten mehrere Briefe des Bahnchefs für Ärger bei den Verkehrspolitikern im Bundestag. In den Schreiben, die jetzt bekannt wurden, wirft Mehdorn den verkehrspolitischen Sprechern der Grünen, FDP und Union „populistische Kommentierung“ der Bahn vor. Die Angesprochenen schlugen wiederum zurück und forderten, dass Mehdorn jetzt persönliche Konsequenzen ziehen und zurücktreten müsse. Das Vertrauen zwischen Parlament und Bahnvorstand sei grundlegend gestört. Zudem sei Mehdorns Kurs durch die Absage des Börsengangs gescheitert. Nächste Woche Mittwoch sollen der Bahnchef und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) vor dem Verkehrsausschuss des Bundestags Rede und Antwort stehen.

Die Bahn wies die Vorwürfe zurück. Mehdorns Position stehe nicht zur Diskussion, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel. Auch die Preiserhöhung für Fahrscheine – wie von den Grünen gefordert – werde nicht zurückgenommen. Von der Regierung kam Unterstützung. Kanzler Gerhard Schröder (SPD) brachte als möglichen Zeitpunkt für einen Börsengang das Jahr 2008 ins Spiel. Die Bahn sei unter der Führung Mehdorns auf einem guten Weg, sagte er. fo/hop

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben