Politik : Verkürzung der Wochenarbeitszeit: IG Metall besteht auf 35-Stunden im Osten

Die Verkürzung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich in Ostdeutschland bleibt für die IG Metall eines der wichtigsten tarifpolitischen Ziele. Das sagte der zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jürgen Peters, am Mittwoch in Leipzig auf einer Konferenz zur Lage in den neuen Bundesländern. Zwar stehe dieses Thema erst im Jahre 2003 wieder auf der Tagesordnung, aber es sei schon heute wichtig, darüber zu reden. Derzeit arbeiten die Beschäftigten in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie 38 Stunden pro Woche, im Westen 35 Stunden. "Die Kluft zwischen Ost und West muss kleiner werden", heißt es im "Leipziger Manifest" der IG Metall. Zehn Jahre nach der Vereinigung müssten endlich gleiche Arbeitsbedingungen herrschen. Es drohe ein Ausbluten in Ostdeutschland, weil junge Menschen in den attraktiveren Westen abwanderten. Zudem sei die IG Metall entschlossen, das System der Flächentarifverträge auch im Osten zu erhalten.

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