Veröffentlichung erwartet : Erste Details zu Wikileaks-Enthüllungen kursieren im Netz

Im Internet kursieren erste Details zur bevorstehenden Veröffentlichung von Dokumenten des US-Außenministeriums auf der Enthüllungsplattform Wikileaks.

Nach Informationen der Website netzpolitik.org werden in Kürze mehr als 250.000 diplomatische Depeschen im Netz zugänglich gemacht, die US-Vertretungen in aller Welt an das Außenministerium in Washington geschickt haben. Der Bericht beruft sich auf einen Artikel, der kurzzeitig bei Spiegel Online abrufbar gewesen sein soll, aber angeblich schnell wieder von der Website entfernt wurde.

Die Seite verlinkt auf eine mutmaßliche Kopie des Artikels von Spiegel Online. Dort wird erklärt, dass fast alle Dokumente aus der Zeit nach 2004 stammten, nur eines reiche ins Jahr 1966 zurück. Mehr als 9000 Papiere seien in den ersten beiden Monaten dieses Jahres verfasst worden.

Nur ein kleiner Teil der Dokumente sei tatsächlich als geheim eingestuft, also mit der zweithöchsten Geheimhaltungsstufe versehen worden, hieß es weiter. 4330 Depeschen seien so vertraulich, dass sie Ausländern nicht zugänglich gemacht werden dürften. Keines der Papiere, die Wikileaks zugespielt worden seien, unterliege der höchsten Kategorie „streng geheim“.

Die Redaktion von Spiegel Online hat sich auf dpa-Nachfrage bislang nicht dazu geäußert, ob die Angaben tatsächlich aus einem versehentlich von ihr publizierten Bericht stammen. Auf der Website wird „In eigener Sache“ darauf hingewiesen, dass die üblicherweise ab Samstagabend zugängliche E-Paper-Ausgabe des neuen „Spiegel“ aus redaktionellen Gründen erst ab Sonntag, 22.30 Uhr, verfügbar sein werde. (dpa)

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