Verteidigungsministerium : Wieder Daten in Großbritannien verloren gegangen

Die Serie von Datenschutzpannen in Großbritannien reißt nicht ab: Eine Computerfestplatte mit den persönlichen Daten von rund 100.000 Armeeangehörigen und vermutlich rund 600.000 Armee-Bewerbern ist verschwunden.

LondonEine tragbare Festplatte sei aus einem Büro des IT-Dienstleister EDS verschwunden, der die Daten des Ministeriums verwaltet, berichtete die britische BBC am Freitag. Dies sei einer der bislang schwerwiegendsten Datenverluste des Verteidigungsministeriums. Die Polizei suche seit dem vergangenen Mittwoch nach der Festplatte.

Außer den Namen der Armeeangehörigen enthalte die Computerfestplatte sensible Personaldaten, darunter Adressen, Passnummern, Geburts- und Führerscheindaten. In einigen Fällen sollen die Daten auch Telefonnummern und Bankverbindungen beinhalten.

Erst im September waren aus dem Hochsicherheitsbereich des Luftwaffenstützpunkts Innsworth im südwestenglischen Gloucestershire drei Computerfestplatten mit den persönlichen Daten tausender aktiver und ehemaliger Angehöriger der Royal Air Force gestohlen worden. Im vergangenen Juli gestand das Ministerium ein, dass in den vergangenen vier Jahren insgesamt 658 Laptop-Computer und 26 tragbare Memory Sticks mit sensiblen Personaldaten entweder gestohlen wurden oder verloren gingen. (bai/dpa)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben