• „Vertreibung in ungeheurem Ausmaß“ Gesellschaft für bedrohte Völker sieht Zunahme vor allem in Europa

Politik : „Vertreibung in ungeheurem Ausmaß“ Gesellschaft für bedrohte Völker sieht Zunahme vor allem in Europa

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Hannoversch Münden (dpa). Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Vertreibung als weltweites Problem angeprangert. GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch sagte am Sonntag in Hannoversch Münden auf der Jahreshauptversammlung der Organisation, im Herzen und am Rande Europas hätten die Vertreibungen seit der türkischen Invasion auf Zypern 1974 wieder ein „ungeheures Ausmaß“ angenommen. Rund 4,6 Millionen Menschen seien seitdem zu Flüchtlingen geworden, berichtete Zülch vor rund 150 Menschenrechtlern aus Europa und Übersee. Zülch forderte die internationale Gemeinschaft auf, „endlich den 800 000 vertriebenen Bosniern zur Rückkehr in ihre Häuser zu verhelfen“. Dies gelte auch für die 2,5 Millionen von der türkischen Armee aus ihren Dörfern verjagten Kurden, die inzwischen in Elendsquartieren in der Türkei leben und jetzt immer stärker nach Westeuropa drängen. Der Vizepräsident der GfbV, Andre Rollinger, warf Russland und China vor, sie benutzten die Anschläge vom 11. September in den USA als Vorwand, gegen ihre Minderheiten vorzugehen.

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