Politik : Vertriebene, Polizisten, Banden

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Trotz der militärischen und zivilen Verträge für den Frieden in der südserbische Provinz Kosovo nach Kriegsende am 10. Juni 1999 ist die Entwaffnung von Serben und Albanern nicht vollständig erfolgt.

Die Rückkehr von Vertriebenen, die in ihren Heimatdörfern in der Minderheit sind, ist kaum möglich.

Noch immer sind nicht ausreichend Polizeibeamte für die internationale UN-Polizei im Einsatz. Von den geplanten 4000 Mann sind erst etwa 2000 im Kosovo. Sie sollen die internationale Nato-Friedenstruppe KFOR entlasten und die öffentliche Ordnung gewährleisten.

Die Banden-Kriminalität hat in den letzten vier Monaten deutlich zugenommen. KFOR registriert immer mehr organisierte Kriminalität, die auch ins Ausland reicht.

Es gibt kaum Produktion und Dienstleistung. Die Landwirtschaft liegt fast brach.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei 85 Prozent.

Viele Eigentumsfragen sind noch ungeklärt. Serbien untersagt es Kosovo-Albanern noch immer, Grundstücke zu erwerben. Neben den Kriegsfolgen leidet die Wirtschaft unter altkommunistischen Strukturen.

Trotz der KFOR-Winterhilfe gibt es noch immer zuwenig reparierte Häuser.

Die Strom- und Wasserversorgung bricht häufig zusammen.

Es gibt keine zivilgesellschaftliche Strukturen.

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