Video & Fotoreportage : Frankfurter Occupy-Camp geräumt

07.08.2012 11:10 Uhr

Die Kapitalismus-Kritiker haben ihr Zeltlager vor dem Sitz der Europäischen Zentralbank aufgeben müssen. Das Verwaltungsgericht hatte am Montag einen Eilantrag der Protestler gegen die Verfügung abgelehnt – noch am Abend wurde geräumt.

Aus für das Occupy-Camp in Frankfurt. Die Kapitalismus-Kritiker haben ihr Zeltlager vor dem Sitz der Europäischen Zentralbank räumen müssen. Das Verwaltungsgericht hatte am Montag den Eilantrag der Protestteilnehmer gegen eine entsprechende Verordnung der Stadt abgelehnt. Noch am Abend wurde geräumt. Die Auflösung des kapitalismuskritischen Protestlagers verlief „friedlich“, wie ein Polizeisprecher am Montagabend sagte.

In dem Camp befanden sich zu Beginn der Räumung am frühen Montagnachmittag laut Polizei rund 80 Menschen. Die Polizei forderte diese zunächst auf, das Zeltlager zu verlassen. Zugleich bauten die Beamte erste Zelte ab.

Die Personalien der Camp-Insassen seien festgestellt worden, sagte der Sprecher. Insgesamt habe die Räumung etwa fünf Stunden gedauert, bis das Lager gegen 18.30 „leer“ gewesen sei. Die Aufräumarbeiten durch die Stadt dauerten an.

Die Stadt Frankfurt hatte vor allem wegen hygienischer Missstände im Camp angekündigt, das seit Mitte Oktober bestehende Zeltdorf vor der EZB aufzulösen. Die Aktivisten zogen gegen diese Anordnung vor das Verwaltungsgericht Frankfurt, das ihren Eilantrag aber ablehnte. Das Camp und die dauerhafte Besetzung der Grünanlage seien durch das Grundrecht der Versammlungsfreiheit nicht gedeckt, bestätigten die Richter die Haltung der Stadt. (AFP, rtr)

Die Räumung des Occupy-Camps in Frankfurt als Bildergalerie:

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