Video : Verletzte Syrer dürfen nach Deutschland

Die Bundeswehr hat am Montag 36 schwer verletzte Syrer zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Mit der Aufnahme der Männer, Frauen und Kinder entspricht die Bundesregierung einer Bitte der syrischen Opposition.

Deutschland nimmt verletzte Syrer auf
Deutschland nimmt verletzte Syrer auf

Deutschland hat erstmals eine größere Gruppe von schwer verletzten Opfern des Bürgerkriegs in Syrien aufgenommen. Die insgesamt 36 Verletzten wurden am Montag mit einer Bundeswehrmaschine aus Jordanien ausgeflogen. Im Bürgerkrieg kamen schon mehr als 70 000 Menschen ums Leben.

Der speziell ausgestattete Airbus landete am Mittag zunächst in Stuttgart. Von dort aus wurden die ersten Verletzten dann ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht. Auch die Militärkliniken in Hamburg, Berlin und Westerstede (Niedersachsen) sollen Verletzte behandeln. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bezeichnete die Aufnahme als Zeichen der Solidarität mit der syrischen Opposition gegen Machthaber Baschar al Assad. Die Koalition sei inzwischen eine „glaubwürdige Alternative“. Trotzdem steht Deutschland im Unterschied zu EU-Partnern wie Frankreich und Großbritannien Waffenlieferungen an die Opposition weiterhin skeptisch gegenüber.

Für die Syrien-Hilfe hat die Bundesregierung bisher 125 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Bundesinnenministerium hatte bereits zugesagt, ab Juni 5000 syrische Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Derzeit liefen Erkundungsmission in Jordanien und dem Libanon, um die Kriterien zu klären. Im Fokus stünden besonders Familien mit Kindern, unbegleitete Minderjährige und Angehörige verfolgter Minderheiten.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts geht die Aktion auf eine Bitte des syrischen Oppositionspolitikers Muas al Chatib zurück, der die Nationale Koalition bislang führt.

(dpa / kna)

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