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Videobotschaft zu Thanksgiving : Trump ruft zu Versöhnung und nationaler Einheit auf

Der künftige US-Präsident nutzt Thanksgiving zu einem Appell an die Nation - wieder per Video. Die USA müssten "voranschreiten als ein Land", sagt Donald Trump.

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Aufruf zur Einheit: Donald Trumps Botschaft zu Thanksgiving
Aufruf zur Einheit: Donald Trumps Botschaft zu ThanksgivingFoto: Screenshot CNN

Der künftige US-Präsident Donald Trump sendet nach dem harten und spalterischen Ton im Wahlkampf nun versöhnliche Botschaften. Am Vorabend vom Thanksgiving, dem neben Weihnachten wichtigsten Familienfest der Amerikaner, ruft Trump in einem knapp zweiminütigen Video zur Einheit auf. "Ich bete dafür, dass wir an diesem Thanksgiving damit beginnen, unsere Gräben zu überwinden und voranschreiten als ein Land", sagt Trump.

Trump zitiert Abraham Lincoln, den 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, der 1863 Thanksgiving zum offiziellen Feiertag erklärt hatte. "Präsident Lincoln rief die Amerikaner auf, mit einer Stimme und einem Herzen zu sprechen", sagt Trump. "Das ist genau das, was wir tun müssen."

"Wir haben gerade eine langen und verletzenden Wahlkampf hinter uns", sagt Trump weiter. Die Spaltungen könnten nicht über Nacht heilen.

"Aber wir haben nun die Chance, gemeinsam Geschichte zu schreiben und echten Wandel nach Washington zu bringen", sagt der kommende US-Präsident. Um erfolgreich zu sein, sei der Einsatz der gesamten Nation nötig.

"Wenn Amerika vereint ist, gibt es nichts, was wir nicht erreichen könnten", sagt Trump, der Thanksgiving mit seiner Familie in Florida verbringen wird.

Trump beendet seine Botschaft mit den Worten: "Lassen Sie uns dankbar sein für alles, was wir haben. Lassen Sie uns mutig die neuen, spannenden Abschnitte angehen, die vor uns liegen."

Die Videobotschaft ist die zweite von Trump binnen weniger Tage. Erst am Dienstag hatte er per Video seine Pläne für die ersten 100 Tage seiner Präsidentschaft vorgestellt.

Derzeit setzt Trump seine Regierungsmannschaft zusammen. Dabei hat er am Mittwoch auch zwei Frauen und einen Schwarzen in sein Team berufen.

Obama begnadigt zum letzten Mal Truthähne

Der scheidende US-Präsident Barack Obama hat zum letzten Mal die traditionelle Begnadigung vom Truthähnen im Weißen Haus geleitet. Anders als in den letzten Jahren, als sie bereits die Augen über die Scherze ihres Vaters verdrehten, waren Obamas jugendliche Töchter Malia und Sasha dieses Mal bei der Zeremonie nicht an seiner Seite. Stattdessen übernahmen seine deutlich jüngeren Neffen Austin und Aaron Robinson ihren Platz.

"Anders als Malia und Sasha hat Washington sie noch nicht zynisch werden lassen", sagte Obama unter dem Gelächter der Zuschauer. "Thanksgiving ist eine Chance, sich mit seinen Lieben zu versammeln, über unsere vielen Segnungen nachzudenken und nach einer langen Wahlkampfzeit unsere Aufmerksamkeit endlich von Politik zum Federvieh zu wenden", sagte der Präsident, bevor er sich den beiden Truthähnen Tater und Tot aus Iowa zuwandte.

"Ich möchte diesen Moment nutzen, um die tapferen Truthähne zu würdigen, die nicht so glücklich waren (...), die sich ihrem Schicksal mit Mut und Opferbereitschaft gestellt und bewiesen haben, dass sie keine Hühner sind", sagte Obama, bevor er die Truthähne offiziell begnadigte und damit vor dem Backofen bewahrte. Woher die Tradition zu dem Fest kommt, ist heute unklar, doch soll sie auf Abraham Lincoln zurückgehen. (Tsp mit AFP)

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