Politik : Viele Tote bei Kämpfen in Afghanistan

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Kabul - Schwere Kämpfe und Anschläge der radikal-islamischen Taliban haben in Afghanistan zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Die US-geführten Koalitionstruppen teilten am Montag mit, ihre Soldaten hätten in der südafghanischen Provinz Helmand zwischen 15 und 20 radikal-islamische Rebellen erschossen. Eine Patrouille der Koalitionstruppen habe mehrere bewaffnete Männer entdeckt, die einen Hinterhalt vorbereiteten, und die Gruppe daraufhin angegriffen.

Unterdessen wurde am Montag die Leiche eines am Vortag von den Taliban in Afghanistan entführten und getöteten Inders nach Hyderabad, der Heimatstadt des Opfers, überführt. Die enthauptete Leiche des 41-jährigen K. Suryanarayan war am Sonntag nach offiziellen Angaben von der Polizei in der südlichen afghanischen Provinz Sabul gefunden worden. Ein Taliban-Sprecher hatte dagegen erklärt, der Inder habe versucht zu fliehen und sei dabei erschossen, nicht jedoch enthauptet worden. Der 41-jährige Familienvater hatte für eine Bau- und Telekom-Firma aus Bahrain gearbeitet und war am Freitag verschleppt worden. Die Taliban hatten ultimativ verlangt, alle Inder, die die US-Präsenz in Afghanistan unterstützten, sollten das Land verlassen.

Mutmaßliche Taliban-Rebellen setzten zudem im Osten Afghanistans eine Mädchenschule in Brand. „Feinde Afghanistans“ hätten in der Nacht zum Montag die Schule in der Provinz Laghman angezündet, teilte ein Behördenvertreter mit. In der Schule, die von rund 650 Mädchen besucht werde, seien Klassenräume, Tische und Stühle sowie Bücher zerstört worden. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. dpa/AFP

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