Politik : Völler spielt mit seiner Wunschelf

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Die Nervosität steigt. Die deutsche Nationalmannschaft ist nach einem letzten geheimen Training nach Sapparo geflogen, um am Samstag gegen Saudi-Arabien (13.30 Uhr MESZ) ihr erstes Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft zu bestreiten. Der Druck auf die Spieler ist enorm, Teamchef Rudi Völler sagt: „Jetzt geht die Post ab.“ Doch im Kader stehen mit Dietmar Hamann und Christian Ziege nur zwei Akteure, die schon bei einer Weltmeisterschaft im Einsatz waren. Kapitän Oliver Kahn war zwar schon bei drei Turnieren dabei, dort aber nie im Einsatz.

Bis auf den verletzten Berliner Marko Rehmer, der wegen muskulärer Probleme geschont wird, kann Völler dennoch seine Wunschformation aufbieten. Der Leverkusener Ramelow soll nach dem Ausfall seines Vereinskollegen Jens Nowotny als Chef vor der Abwehr die Defensive zusammenhalten. Im Mittelfeld soll in Michael Ballack nach den WM-Absagen von Mehmet Scholl und Sebastian Deisler ebenfalls ein Leverkusener die Fäden ziehen.

Vieles wird also neu sein für die deutschen Spieler – auch die Umgebung. Der Sapporo Dome ist kein Stadion, sondern eine überdimensionale Halle, in dem das Fußballfeld per Luftdruck hineingefahren wird. Blickfang ist das silbrig glänzende Dach in Form einer Muschel. Bundestrainer Michael Skibbe sagt: „Du hast immer ein beengtes Gefühl. Nicht nur von der Seite, sondern von oben. Da steigt der Druck auf die Spieler.“ Das wäre ja nicht das Schlechteste. Tsp

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