Politik : Vogel als Landeschef bestätigt / Dagmar Schipanski neue Wissenschaftsministerin

Bernhard Vogel (CDU) ist am Freitag in Erfurt erneut zum Ministerpräsidenten Thüringens gewählt worden. Er ist Chef einer CDU-Alleinregierung, die die in den vergangenen fünf Jahren regierende große Koalition ablöst. Sein neues Kabinett wurde ebenfalls vereidigt. Vogel will seine Regierungserklärung am 14. Oktober abgeben.

In der konstituierenden Sitzung des Landtages wählten die 88 Abgeordneten Vogel mit 49 Stimmen zum dritten Mal seit 1992 zum Regierungschef des Freistaates. 36 Parlamentarier stimmten gegen Vogel, drei enthielten sich. Die CDU verfügt nach der Landtagswahl am 12. September über die absolute Mehrheit im Parlament. Erstmals seit der Wende kann die Union in Thüringen allein regieren. Vogel ist Deutschlands dienstältester Ministerpräsident. Er war von 1976 bis 1988 Regierungschef in Rheinland-Pfalz.

"Ich bin mir bewusst, dass das Vertrauen mit hohen Erwartungen verbunden ist", sagte Vogel nach der Wahl. Die Oppositionsparteien SPD und PDS bat er um kritische Begleitung der Regierungsarbeit. "Bitte helfen Sie jeder auf seine Weise mit, dass es fünf gute Jahre für Thüringen werden." Aufgabe der nächsten Jahre sei, "dass der Freistaat Thüringen auf eigene Beine kommt", sagte Vogel. Unterschiede zwischen Ost und West müssten überwunden werden.

Dem Kabinett von Vogel gehören neun Minister an. Neu in der Landesregierung ist die parteilose Professorin Dagmar Schipanski, die bei der Bundespräsidentenwahl als Unionskandidatin Johannes Rau (SPD) unterlegen war. Sie übernimmt das Wissenschafts- und Kulturministerium. Andreas Trautvetter bleibt Finanzminister und wurde von Vogel zum stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt.

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