Politik : Vogel bestreitet Ambitionen

NAME

Erfurt/Bangkok (dpa). Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) will nach eigenen Worten nicht Bundespräsident werden. Er dementierte am Wochenende einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, wonach er im Falle eines Unionssieges bei der Bundestagswahl als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau gelte.

„Alles Unsinn - jeder kennt meine Lebensplanung, mit dem Ende der Legislaturperiode in Thüringen 2004 meine politische Tätigkeit zu beenden“, sagte Vogel. Das Nachrichtenmagazin berief sich auf CDU-Präsidiumsmitglieder. Vogel könnte danach bei der im Mai 2004 anstehenden Entscheidung von Erfurt in das Berliner Schloss Bellevue wechseln.

Derweil ist Bundespräsident Johannes Rau (SPD) am Sonntag zu einem viertägigen Besuch in Thailand eingetroffen. Rau landete in Begleitung seiner Frau auf der Urlaubsinsel Phuket, wo er zunächst einen Tag verbringen wird. An diesem Montag wird der Bundespräsident zu Gesprächen mit dem thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und anderen Regierungsvertretern nach Bangkok weiterreisen.

Thailand ist die erste Station einer 12-tägigen Asien-Reise des Bundespräsidenten. Wirtschaftliche Themen stehen im Mittelpunkt der geplanten Gespräche. Zudem will Rau in Asien für die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland werben. Am Montagabend gibt der thailändische Premier zu Raus Ehren in Bangkok ein Abendessen. Am Dienstag wird dem deutschen Bundespräsidenten von der Chulalongkorn-Universität in Bangkok die Ehrendoktorwürde verliehen. Am selben Tag ist eine Audienz beim thailändischen König Bhumibol Adulyadej geplant. Am Mittwoch steht ein Treffen mit der Opposition auf dem Programm.

Am Donnerstag wird Rau in Korea erwartet, wo er mit Präsident Präsident Kim Dae Jung zusammentreffen soll. Anschließend wird er Japan besuchen, wo er unter anderem mit Premierminister Junichiro Koizumi zusammentrifft und von Kaiser Akihito empfangen wird.

0 Kommentare

Neuester Kommentar