Politik : Vogelgrippe in Berlin: Panne bei Untersuchungen

Annette Kögel

Berlin – Bei den Untersuchungen des mit Geflügelpest infizierten Vogels in Berlin hat es eine Panne gegeben. Nach Angaben der Senatsgesundheitsverwaltung kann der Fundort des toten Mäusebussards nicht eindeutig zurückverfolgt werden. Zur Sicherheit wurde das gesamte Berliner Stadtgebiet am Sonntag zum Vogelgrippe-Beobachtungsgebiet erklärt. Zugleich wurde die Sperrzone im Drei-Kilometer-Umkreis um den angeblichen Fundort im Dillinger Weg in Marzahn- Hellersdorf aufgehoben. Hunde und Katzen dürfen hier wieder frei herumlaufen.

Die Verwaltung von Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei) hatte am Freitag zunächst mitgeteilt, bei einem in Biesdorf gefundenen Mäusebussard sei das H5N1-Virus festgestellt worden. Ein älteres Ehepaar habe das tote Tier auf der Terrasse seines Einfamilienhauses gefunden und die Feuerwehr alarmiert. Am Sonntag hieß es aber, es habe eine Verwechslung gegeben. Ehepaar und Feuerwehr bestätigten übereinstimmend, bei dem Vogel aus Biesdorf habe es sich um einen Eichelhäher gehandelt. Wo genau der an Geflügelpest erkrankte Mäusebussard in Berlin aufgesammelt wurde, kann weder im Institut für Lebensmittel, Arzneimittel und Tierseuchen (ILAT) noch bei der Feuerwehr nachvollzogen werden. Offenbar gab es einen Fehler bei der Kennzeichnung der Plastiktüte mit dem Kadaver.

Die deutsche Hauptstadt wird nun an den Ausfallstraßen mit den Schildern „Geflügelpest – Beobachtungsgebiet“ gekennzeichnet. Züchter und Privatpersonen dürfen lebendes Geflügel, Vögel in Gefangenschaft sowie Bruteier nur nach vorhergehender Anzeige beim Veterinäramt innerhalb der Stadt transportieren. Für einen Transport außerhalb der Stadtgrenzen müssen Ausnahmegenehmigungen eingeholt werden.

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