Vollversammlung : Budget für UN festgelegt

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) hat den Haushalt für die kommenden zwei Jahre verabschiedet und der Organisation damit 5,16 Milliarden Dollar als reguläres Budget zur Verfügung gestellt.

New YorkUN-Generalsekretär Ban Ki Moon bedankte sich und versprach, „die bereitgestellten Mittel effektiv und effizient einzusetzen“, hieß es nach der Entscheidung am Donnerstag in einer Mitteilung in New York. Ban forderte die Mitgliedsstaaten auf, in den kommenden zwei Jahren partnerschaflich und transparent zusammenzuarbeiten, um die wichtigen Ziele der UN zu erreichen. Im vergangenen Haushalts-Zeitraum hatte das Budget noch knapp unter fünf Milliarden Euro gelegen.

<    Ban freute sich, dass mit der Verabschiedung des Haushalts jetzt sowohl über die Höhe der einzelnen Länder-Beiträge für das reguläre Budget, also zum Beispiel für die Verwaltung, als auch für die Friedensmissionen entschieden sei. Die Ausgaben für die UN- Friedensmissionen waren für den Zeitraum von Juli 2009 bis Ende Juni 2010 auf 7,8 Milliarden Dollar festgelegt worden. „Das zeigt den Einsatz der Mitgliedsstaaten für das finanzielle Wohlergehen der Organisation“, sagte Ban.    

Außerdem beschloss die Vollversammlung, die derzeitige Bemessungsmethode dafür, welche Länder wie viel zahlen müssen, vorerst beizubehalten. Gleichzeitig ist aber auch geplant, die Berechnungen in Zukunft zu überarbeiten, hieß es. Die Beiträge sollen aber frühestens von 2013 an nach einem neuen Schema festgelegt werden. Entwicklungsländer fordern regelmäßig höhere Beiträge der Industrieländer - die wiederum fordern die UN zum Sparen auf.

Im kommenden Haushaltsjahr soll die Effizienz in einigen Bereichen der UN-Verwaltung geprüft werden. Ban hatte außerdem bereits vor einigen Wochen gesagt, dass mehr für die Sicherheit der UN- Mitarbeiter ausgegeben werden müsse, da diese immer häufiger Ziel von Anschlägen werden. Einzelne Staaten, unter ihnen Mexiko, lobten die UN für ihren Sparkurs, baten aber auch darum, diesen weiter zu verfolgen. dpa

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