Politik : Vor dem Gipfel

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Die Gewerkschaften haben ihre Lösung für die Rente parat: Das erwartete Milliardendefizit in der Rentenkasse sollte über höhere Rentenbeiträge und durch eine vorübergehende Kürzung der Notreserve geschlossen werden, sagte DGBVize Ursula Engelen-Kefer. Der Rentenbeitrag sei „keine heilige Kuh“. Rot-Grün setzt jedoch alles daran, den Rentenbeitrag bei 19,5 Prozent zu belassen. Schließlich gehören stabile Lohnnebenkosten zu den zentralen Versprechen der Agenda 2010 des Kanzlers. Wie sich die Rente auf lange Sicht sichern lässt, will die Regierung am Sonntag beim Rentengipfel darstellen. Nach einer Vorlage, die Sozialministerin Ulla Schmidt dort präsentiert, droht Anfang 2004 ein höherer Beitragssatz oder eine Kürzung der Rentenauszahlungen. Der Schätzerkreis der Rentenversicherung, der gestern in Bonn tagte, rechnet mit einer Lücke von sechs Milliarden Euro. Spannend wird auch, ob sich Kanzler Schröder überzeugen lässt, das Renteneintrittsalter stufenweise auf 67 Jahre heraufzusetzen. Wer heute kurz vor der Rente steht, wäre nicht mehr betroffen – voll erwischen würde es aber die heute etwa 30-Jährigen. ce/HB

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