Exklusiv : Gabriel fordert Freilassung von Statkevich

22.09.2012 14:30 Uhr
Sigmar Gabriel. Foto: dpa
Sigmar Gabriel. - Foto: dpa

Kurz vor der Wahl in Weißrussland findet Sigmar Gabriel deutliche Worte: Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Statkevich sei nur inhaftiert, weil er es gewagt habe, Präsident Lukaschenko herauszufordern. Und überhaupt sei die anstehende Wahl auch gar keine Wahl.

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat Weißrussland aufgefordert, den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Nikolai Statkevich freizulassen.

Der Sozialdemokrat sitze im Gefängnis, "da er den Mut besaß, Präsident Lukaschenko demokratisch herauszufordern. Ich fordere seine sofortige Freilassung und Rehabilitierung wie auch aller anderen politischen Gefangenen“, sagte Gabriel dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Der SPD-Vorsitzende sagte weiter: „Am Sonntag finden in der letzten Diktatur Europas Parlamentswahlen statt. Aber es gibt in Weißrussland keine Wahlen, die diesen Namen verdienen: Die Meinungsfreiheit wird nicht gewährt, die Opposition unterdrückt und es gibt zahlreiche politische Gefangene." (Tsp)

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