Vor Hessen-Wahl : Ypsilanti immer beliebter bei Genossen

Die Spitzenkandidatin hat in den Umfragewerten innerhalb der SPD um rund 20 Prozent zugelegt. Im direkten Vergleich ist sie ihrem Konkurrenten Koch um einen Punkt voraus.

Ypsilanti Foto: dpa
Die Genossen sind zufrieden: Andrea Ypsilanti sammelt Stimmen in Hessen. -Foto: dpa

Frankfurt/MainWie das Forsa-Instituts für die "Frankfurter Rundschau" ermittelte, liegen SPD und CDU beide bei 38 Prozentpunkten. Neun Prozent der Wähler entscheiden sich für die FDP, für die Grünen sind es nur sieben. Die Linke liegt bei fünf Prozent und könnte damit knapp den Einzug in den Landtag schaffen. Wenn das eintrifft, würde es in der hessischen Landesregierung weder für eine schwarz-gelbe noch eine rot-grüne Regierung reichen.

Im direkten Vergleich liegt SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti mit 39 Prozent einen Punkt vor Amtsinhaber Roland Koch (CDU). Vor allem im eigenen Lager ist die Zustimmung zu Ypsilanti stark gewachsen. Bevorzugten sie im Dezember nur 59 Prozent der SPD-Sympathisanten, so sind es inzwischen 83 Prozent.

Größtes Problem: Bildung

Anders als 2003 orientieren sich die Wähler diesmal vor allem an der Landespolitik. Als größtes Problem Hessens nannten die meisten (36 Prozent) die Bildungspolitik, gefolgt von der Arbeitslosigkeit (33 Prozent). Die CDU hat ihr Thema Kriminalität und Jugendgewalt mit 31 Prozent immerhin auf Platz drei gebracht; im Dezember hatten nur 3 Prozent der Befragten darin ein Thema gesehen. Forsa befragte in der vergangenen Woche 1005 wahlberechtigte Hessen. Das Institut gibt die Fehlertoleranz mit plus/minus 3 Prozentpunkten an.

Nach dem TV-Duell zwischen den Spitzenkandidaten am Sonntag sahen sich beide Seiten gestärkt. Die Union berief sich dabei auf eine von ihr selbst in Auftrag gegebene Umfrage des Instituts Emnid. Danach sahen 49 Prozent von knapp 600 befragten Zuschauern Koch als Sieger, 40 Prozent seine Herausforderin. SPD-Chef Beck entgegnete, Ypsilanti habe sich als Alternative zu Koch präsentiert. Nach Angaben des Hessischen Rundfunks wurde das Duell von 360.000 Zuschauern verfolgt. (mpr/ddp/dpa)

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