• Vor Merkel-Besuch in Mecklenburg-Vorpommern: Caffier: Streit zwischen CDU und CSU schadet im Landtagswahlkampf

Vor Merkel-Besuch in Mecklenburg-Vorpommern : Caffier: Streit zwischen CDU und CSU schadet im Landtagswahlkampf

Eigentlich ein Heimspiel: Angela Merkel tritt am Freitagabend beim Parteitag ihres mecklenburgischen CDU-Landesverbands auf. Doch der Dauerzwist mit der CSU schlägt auf die Stimmung.

Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), neben Kanzlerin Angela Merkel.
Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), neben Kanzlerin Angela Merkel.Foto: Jens Büttner/dpa

Mecklenburg-Vorpommerns stellvertretender Ministerpräsident Lorenz Caffier (CDU) fürchtet wegen der Auseinandersetzungen der Unionsparteien im Bund um die Chancen seiner Partei bei der Landtagswahl im September.

"Die großen Differenzen zwischen CDU und CSU in der Flüchtlingspolitik tragen nicht zur Vereinfachung des Wahlkampfes der CDU in Mecklenburg-Vorpommern bei. Wenn man in der großen Politik im Bund nicht geschlossen auftritt, wird es auch in der Landespolitik schwierig", sagte Caffier dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe). Er erwarte in Zukunft mehr Geschlossenheit von den Schwesterparteien. Es sei nötig, dass CDU und CSU zusammenrückten und sich besser abstimmten.

Am Freitagabend wird CDU-Chefin Angela Merkel beim Landesparteitag in Güstrow erwartet. In der jüngsten Umfrage von Infratest Dimap lag Merkels Landesverband mit 24 Prozent nur noch sechs Prozentpunkte vor der AfD.

Berliner CDU: Seehofer muss zur Vernunft kommen

Mit Blick auf ihre Chancen bei der Berlin-Wahl im September hat auch die Hauptstadt-CDU ein rasches Ende des Streits der Unionsparteien im Bund gefordert. "Die Menschen erwarten zu Recht Geschlossenheit in der Unionsfamilie. Alles andere ist für den Berliner Wahlkampf nicht hilfreich“, sagte  CDU-Generalsekretär Kai Wegner. Statt in der Flüchtlingspolitik vergangene Schlachten erneut zu schlagen, sollten CDU und CSU nun gemeinsam an der Integration der Flüchtlinge arbeiten. Zugleich appellierte Wegner an CSU-Chef Horst Seehofer, seine Attacken auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) einzustellen. "Beim Umgang miteinander muss Seehofer schnell zur Vernunft kommen." (Tsp)

20 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben