Vor Satellitenstart : Nordkoreas Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt

Als "Halb-Kriegszustand" beschreibt eine Hilfsorganisation die Situation in Nordkorea. Wegen eines Raketenabschusses befinden sich die Streitkräfte in Alarmbereitschaft.

SeoulBevor am Wochenende ein Satellit ins All geschossen wird, hat Nordkorea seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Das berichten Vertreter der südkoreanischen Hilfsorganisation Good Friends. Kein männlicher Erwachsener dürfe sich mehr von seinem Wohnort entfernen. Die nordkoreanische Armee zählt 1,2 Millionen Soldaten und 7,7 Millionen Reservisten.

Die Lage ist angespannt. Nordkorea hatte angekündigt, zwischen dem 4. und 8. April mithilfe einer Trägerrakete einen Kommunikationssatelliten ins All schießen zu wollen. Die USA, Japan und Südkorea befürchten jedoch, dass in Wahrheit eine militärische Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2 getestet werden soll, die theoretisch den US-Bundesstaat Alaska erreichen kann. Nach Angaben der US-Regierung hat Nordkorea eine Langstreckenrakete bereits in Startposition gebracht.

Versuche, die nordkoreanische Führung von ihrem Vorhaben abzubringen, sind gescheitert. Die USA beabsichtigen nach den Worten ihres Verteidigungsministers Robert Gates jedoch nicht, die Rakete abzuschießen. Auch Südkoreas Präsident Lee Myung Bak betonte, sein Land sei gegen die Anwendung militärischer Mittel. (sp/AFP/dpa)

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