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Voraussichtlicher Sieg in Nevada : Trump: "Wir werden nun gierig"

Bei der Vorwahl der Republikaner in Nevada liegt offenbar Donald Trump deutlich vorn. Während er auf über 40 Prozent kommt, erreicht kein Konkurrent auch nur 30 Prozent.

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Donald Trump nach seinem Sieg in Nevada.
Donald Trump nach seinem Sieg in Nevada.Foto: Jim Young/Reuters

Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat die Vorwahl der Republikaner im US-Bundesstaat Nevada laut Prognosen mehrerer Fernsehsender gewonnen. Der 69-Jährige lag nach einer Prognose von CNN deutlich vor seinen Hauptkonkurrenten Ted Cruz und Marco Rubio. Nach sechs Prozent der Auszählung liege er bei gut 42 Prozent, hieß es, während Rubio auf 25 Prozent und Cruz auf rund 22 Prozent kommt. Damit hätte Trump beinahe so viele Stimmen auf sich vereinigt wie seine beiden wichtigsten Kontrahenten zusammen. Offenbar lag er auch bei den Latinos unter den republikanischen Wählern vorn, eine bedeutende Wählergruppe, die auch bei den Demokraten von Hillary Clinton und Bernie Sanders umworben wird.

Fünfzig Minuten nach Verkündung der ersten Prognosen trat Trump vor seine Anhänger. "Wir lieben Nevada", rief er ihnen zu. Die skandierten im Gegenzug seinen Namen. Diesen Sieg habe er vor wenigen Monaten nicht für möglich gehalten, sagte Trump - und Beobachter würden gewiss auch weitere Siege nicht für möglich halten, dabei schaue er schon auf die nächsten Wahlen, von Texas über Tennessee, Georgia, Arkansas und Florida bis Ohio und Michigan. "Wir werden nun gierig."

Evangelikale, Junge und Alte hätten für ihn gestimmt, auch Wähler aller Bildungsschichten, betonte Trump. "Ich liebe die gering Gebildeten." Und als er die Latinos erwähnte, wiederholte er sein Mantra, dass er, um illegale Einwanderung zu verhindern, eine Mauer zu Mexiko bauen wolle, für die Mexiko selbst zahlen sollen.

Ted Cruz gestand in einer ersten Stellungnahme seine Niederlage ein, aber wies darauf hin, dass es erst der vierte Staat und damit noch lange nichts entschieden sei. Immerhin habe er in Iowa gewonnen. Nevada ist allerdings der dritte von bisher vier Vorwahl-Staaten, die Trump für sich entscheiden konnte. Es war die erste Vorwahl der Republikaner in einem Bundesstaat im Westen der USA. Was die Zahl der zu vergebenden Delegierten für den Nominierungsparteitag im Juli angeht, spielt Nevada eine untergeordnete Rolle. (mit dpa)

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