Politik : Vorstandsmitglied verlässt unter Protest die WASG

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Schwerin - WASG-Bundesvorstandsmitglied Henning Hagen aus Mecklenburg-Vorpommern hat die Partei verlassen. Er bestätigte seinen Austritt am Montag. Hagen gehörte seit Mai 2005 als eines von elf Mitgliedern dem erweiterten Bundesvorstand an. Als Grund für sein Ausscheiden aus der Partei nannte er Erwägungen, auf der Landesliste der Linkspartei/PDS zu den im September bevorstehenden Landtagswahlen antreten zu wollen.

„Das Landeswahlgesetz in Mecklenburg-Vorpommern verbietet es, dass auf Parteilisten Mitglieder anderer Parteien kandidieren“, sagte Hagen. Zum Zustand des WASG-Landesverbandes wollte sich Hagen nicht äußern, deutete jedoch an, dass es starke Spannungen zwischen ihm und dem jetzigen Landesvorstand gebe.

Der Nordost-Vorstand der WASG gilt als mehrheitlich äußerst skeptisch gegenüber einem Zusammengehen mit der Linkspartei/PDS, die in Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit der SPD an der Regierung ist.

Die WASG hat die Linkspartei aufgefordert, bis Ende März aus der Koalition auszutreten. Die Linkspartei hatte daraufhin alle Gesprächskontakte auf Eis gelegt.

Trotz des Widerstandes in ihren Landesverbänden Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hält die WASG am geplanten Zusammenschluss mit der Linkspartei fest. „Der Kurs, den Parteibildungsprozess fortzusetzen, wird nicht angezweifelt“, sagte WASG-Bundesvorstand Klaus Ernst am Sonntag nach einer Sitzung des Länderrates im pfälzischen Frankenthal. Am Montag sollte eine Urabstimmung der WASG unter ihren 12 000 Mitgliedern über eine Fusion beider Parteien Klarheit schaffen. „Ich gehe davon aus, dass eine breite Mehrheit für diesen Weg zu Stande kommt“, sagte Ernst. ddp/dpa

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