Politik : Vorwürfe über Vertreibungen aus der Region Sandschak

NEW YORK (rtr).Die jugoslawische Armee vertreibt nach Angaben islamischer Staaten Moslems aus der Region Sandschak.Das Vorgehen ähnele sehr den Vertreibungen im Kosovo, erklärte der Vorsitzende der Balkan-Kontaktgruppe der Islamischen Weltkonferenz, Hadi Nedschad Hosseinian, am Donnerstag in New York.Viele Moslems würden gezwungen, in die Moslemisch-Kroatische Föderation nach Bosnien zu fliehen.Nedschad Hosseinian appellierte an den UN-Sicherheitsrat, sich dringend mit der Situation im Sadschak zu befassen.Die jugoslawische Armee und paramilitärische Einheiten begingen dort Verbrechen, mit denen sich auch das internationale Kriegsverbrechertribunal in Den Haag beschäftigen müsse.

Die islamische Weltkonferenz sei tief besorgt über die zunehmende Zahl von Moslems, die aus dem Sandschak fliehen würden, schrieb der iranische UN-Botschafter Nedschad Hosseinian in einem Brief an den Ratspräsidenten Alain Dejammet.Erneut würden Menschen wegen ihrer Religion Opfer von Mord, Folter und Vertreibungen.Der Botschafter nannte keine Zahlen.In UN-Kreisen hatte es allerdings geheißen, in den vergangenen Wochen seien etwa 12 500 Moslems aus dem Sandschak in die Moslemisch-Kroatische Föderation geflohen.

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