Wählergunst : FDP steigt auf Umfrage-Hoch, SPD stürzt ab

Des einen Freud, des anderen Leid: Während die FDP in Umfragen weiterhin Rekordergebnisse erzielt, sinkt die SPD in der Wählergunst zusehends ab. Das Wahldebakel in Hessen ist nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung.

Guido Westerwelle in FDP Zentrale
Die FDP startet erfolgreich ins Wahljahr 2009. -Foto: dpa

Hamburg/BerlinDie FDP ist nach ihrem starken Abschneiden bei der hessischen Landtagswahl bundesweit auf ein neues Umfrage-Hoch gestiegen. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Befragung des Forsa-Instituts für das Magazin "Stern" und den Fernsehsender RTL erreichen die Liberalen jetzt bundesweit 16 Prozent und damit zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Es ist der höchste Wert, den das Forsa-Institut für die Liberalen bislang gemessen hat.

Gemeinsam mit CDU und CSU, die um einen Punkt auf 35 Prozent gefallen sind, verfügt das bürgerliche Lager somit über eine Mehrheit von 51 Prozent. SPD, Grüne und Linkspartei kommen zusammen auf 44 Prozent.

SPD fällt auf 22 Prozent

Die SPD verliert nach ihrem Debakel in Hessen weiter an Zustimmung und fällt auf 22 Prozent (minus 2 Punkte), den schlechtesten Wert seit der Ablösung von Parteichef Kurt Beck im vergangenen September. Leichte Gewinne von jeweils einem Punkt verbuchen die Linke und die Grünen: Die Linkspartei steigt auf zwölf, die Grünen auf zehn Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte "stern.de", derzeit könnten sich fast 35 Prozent der Wähler vorstellen, der FDP ihre Stimme zu geben. Die Partei habe ihr Potenzial somit noch nicht ausgeschöpft. Das im Wahljahr 2002 propagierte "Projekt 18" (18 Prozent) sei "durchaus erreichbar".

Für die Umfrage waren vom 19. bis 23. Januar rund 2500 Bürger befragt worden. (sba/dpa)

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