Politik : Wählergunst: Union und FDP holen auf - Schröders Beliebtheit steigt

Die Unionsparteien CDU und CSU holen in der Wählergunst weiter auf. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Forsa-Instituts käme die Union derzeit bei einer Bundestagswahl auf 38 Prozent, die SPD hingegen nur auf 36 Prozent. Das ist der schlechteste Wert für die Sozialdemokraten seit November 1999. In diesem Monat hatte die Spendenaffäre der CDU ihren Anfang genommen und den Sozialdemokraten einen Höhenflug beschert.

Laut Forsa setzt sich auch der Aufwärtstrend der Freien Demokraten fort, die zurzeit auf bundesweit zehn Prozent kämen. Dagegen würden die Grünen mit sechs Prozent nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. CDU/CSU und Freie Demokraten hätten, wenn am vergangenen Sonntag Bundestagswahl gewesen wären, im Parlament mit 48 Prozent ein klares Übergewicht. Selbst zusammen mit der PDS, der gegenwärtig fünf Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme geben würden, würde es für die heutigen Regierungsparteien nicht mehr reichen. Im Gegensatz zu dem seiner Partei ist das Ansehen von Bundeskanzler Gerhard Schröder wieder gestiegen. Könnten die Deutschen den Regierungschef direkt wählen, bekäme der SPD-Vorsitzende 40 Prozent der Stimmen und die CDU-Chefin Angela Merkel 36 Prozent.

In einer weiteren Umfrage des Instituts bezeichneten 46 Prozent der Deutschen den von Bundesregierung und Stromwirtschaft vereinbarten Atomausstieg nach 32 Jahren für einen Erfolg der Grünen. Nur 34 Prozent sehen darin kein gutes Verhandlungsergebnis. Die Anhänger der Grünen selbst beurteilen den Kompromiss weit kritischer: Nur 30 Prozent sprechen von einem Erfolg ihrer Partei, 37 Prozent sind dagegen unzufrieden. Forsa befragte 1000 Bundesbürger.

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