Währungssystem : Oettinger warnt: "Euro ist in Gefahr"

Der designierte EU-Kommissar Günther Oettinger sieht die "Stabilisierung der Währung" als größte Herausforderung für Europa.

Reutlingen Der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte dem "Reutlinger General-Anzeiger" unmittelbar vor seinem Amtswechsel: "Der Euro ist in Gefahr, instabil zu werden." Er verwies auf die dramatisch zugespitzte Haushaltslage in mehreren Euroländern. Neben Griechenland seien zunehmend auch Spanien, Portugal, Lettland, Irland und Italien betroffen. Diese Aufgabe zu bewältigen sei "vordringlich", mahnte Oettinger.

Der künftige Energiekommissar der Europäischen Kommission sieht neben seiner Fachzuständigkeit auch eine Mitverantwortung für gesamteuropäische Fragen im Rahmen des Kollegialprinzips in Brüssel.

Als weitere wichtige Aufgabe nannte er die "industrielle und technologische Wettbewerbsfähigkeit" der EU gegenüber anderen großen Wirtschaftsräumen. Diese sei derzeit "nicht auf Dauer gesichert". Zentral aus Oettingers Sicht als Energie-Kommissar sei selbstverständlich der Komplex Nachhaltigkeit, Klima, Energieeinsparung, Effizienz und Versorgungssicherheit.

Oettinger wird nach Informationen des Blattes sein Amt als Ministerpräsident am kommenden Dienstagabend in Stuttgart niederlegen. Zuvor steht in Straßburg die Bestätigung als EU-Kommissar auf der Agenda. (ae/ddp)

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