Waffentechnologie : US-Sanktionen gegen Rüstungsfirmen

Die USA haben wegen des mutmaßlichen Verkaufs von Rüstungstechnologie Sanktionen gegen 13 Unternehmen aus China, Venezuela und anderen Ländern verhängt. Insbesondere die Stigmatisierung des russischen Rüstungsmonopolisten Rosoboronexport sorgte für Aufsehen.

WashingtonDie USA werfen den Rüstungsfirmen vor, ungeachtet eines Verbots Technologie verkauft zu haben, die Iran, Syrien oder Nordkorea bei der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen helfen könnte. Ein Sprecher des Pentagon sagte am Freitag, die Strafmaßnahmen seien bereits seit Mitte August in Kraft, aber erst am Mittwoch veröffentlicht worden. Sie sollten bis Ende September 2010 gelten. Um welche Produkte es genau ging oder in welche Länder sie verkauft wurden, wurde nicht berichtet.

Nach US-Angaben sollen die Firmen aus China, Russland, Venezuela, Syrien, Iran, Nord- und Südkorea, dem Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten mit den Sanktionen für Verkäufe bestraft werden, die "das Potenzial haben, einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen oder ballistischen oder Marschflugkörper-Systemen zu leisten". Nach den Vorschriften darf keine US-Regierungsbehörde Geschäfte mit den betroffenen Firmen machen oder ihnen in irgendeiner Form helfen.

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti zeigte sich der russische Außenminister Sergej Lawrow empört über die Sanktionen und sprach von einer Gefährdung der Beziehungen zwischen Russland und den USA. Der staatliche Rüstungskonzern Rosoboronexport, den die USA mit einem Embargo bedachten, hält das Monopol für Waffenexport in Russland. (goe/AFP)

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