Wahl in Nordrhein-Westfalen : Rot-Grün will eigene Mehrheit

Die Wahllokale in Nordrhein-Westfalen sind geöffnet. SPD und Grüne hoffen auf eine eigene Mehrheit. Doch nach den Umfragen zeichnet sich ein knapper Wahlausgang ab und es hängt viel von den kleineren Parteien ab.

Unterwegs zum Wahllokal? In Nordrhein-Westfalen wird ein neuer Landtag gewählt. Foto: dapd
Unterwegs zum Wahllokal? In Nordrhein-Westfalen wird ein neuer Landtag gewählt.Foto: dapd

In Nordrhein-Westfalen hat am Sonntagmorgen bei überwiegend sonnigem Wetter die Landtagswahl begonnen. Seit 8 Uhr können 13,2 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimme abgeben. Die 15.500 Wahllokale schließen um 18 Uhr. Unmittelbar danach wollen ARD und ZDF Prognosen über den Wahlausgang senden.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland muss nach nur zwei Jahren ein neues Parlament gewählt werden. Der Landtag hatte sich im März aufgelöst, weil die rot-grüne Minderheitsregierung ihren Haushalt für 2012 nicht durch das Parlament bringen konnte.

SPD und Grüne hoffen diesmal auf eine eigene Mehrheit für ihre Koalition unter Führung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Die CDU will mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen an der Spitze die Macht in Düsseldorf zurückerobern. 2010 war Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) abgewählt worden. Nach den Umfragen zeichnet sich erneut ein knapper Wahlausgang ab. Kraft und Röttgen wollen am Mittag in ihren Wohnorten Mülheim und Königswinter ihre Stimmen abgeben.

Bei der Landtagswahl 2010 wurde die CDU mit 34,6 Prozent knapp stärkste Partei, gefolgt von der SPD mit 34,5 Prozent. Die Grünen kamen auf 12,1, die FDP erhielt 6,7 Prozent. Die Linke schaffte mit 5,6 Prozent erstmals den Sprung in den NRW-Landtag. Die Piraten erreichten vor zwei Jahren 1,6 Prozent.

Entscheidend für den Wahlausgang dürfte das Abschneiden der kleineren Parteien seien. Die FDP hat nach langem Tief in den Umfragen wieder Chancen auf den Einzug in das Parlament im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die Piraten lagen in den Umfragen klar über der Fünf-Prozent-Hürde und könnten in den vierten Landtag in Folge einziehen. Dagegen muss die Linke um die Rückkehr in den Landtag bangen.

Die Wahl in Nordrhein-Westfalen ist nach dem Saarland und Schleswig-Holstein die dritte Landtagswahl in diesem Jahr. An der Saar kam nach der Wahl im März eine große Koalition von CDU und SPD an die Regierung. In Schleswig-Holstein will die SPD eine Koalition mit den Grünen und der Dänen-Vertretung SSW bilden.

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