Wahl in Simbabwe : Sorge über mögliche Stimmenmanipulation

Rund 6,4 Millionen Menschen im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe sind am Mittwoch zu Präsidentschafts- und Parlamentswahlen aufgerufen. Die Abstimmung wird jedoch überschattet von Vorwürfen des Wahlbetrugs.

Simbabwes Staatschef Robert Mugabe
Amtierender Staatschef Robert Mugabe tritt in Simbabwe erneut zur Wahl an - mit 89.Foto: AFP

Die US-Regierung hat sich besorgt über mögliche Stimmenmanipulationen bei der Wahl in Simbabwe geäußert. Die USA und ihre internationalen Partner riefen zu „friedlichen, transparenten und glaubwürdigen“ Wahlen auf, sagte Außenamtssprecherin Jen Psaki am Dienstag (Ortszeit) in Washington. Ihre Regierung sei weiter besorgt über den Mangel an Transparenz bei den Vorbereitungen zur Wahl, über die simbabwischen Organe für Staatssicherheit und über die „technischen und logistischen“ Probleme, die einen „glaubwürdigen und transparenten“ Urnengang behinderten.

Zugleich kritisierte Psaki die langjährigen Restriktionen für zivilgesellschaftliche Organisationen, unabhängige Medien und politische Parteien in dem südafrikanischen Land. Auch dürften Bürger nicht in ihrem Recht behindert werden, „frei von Verfolgung, Festnahme und Einschüchterung“ zu handeln. Unter den internationalen Beobachtern des Urnengangs hat die Wahlkommission auch fünf Mitarbeiter der US-Botschaft zugelassen.

Die Partei von Regierungschef Morgan Tsvangirai, der Staatschef Robert Mugabe bei der Abstimmung am Mittwoch herausfordert, hatte schon im Vorfeld Unregelmäßigkeiten beklagt. Hunderte Namen standen demnach doppelt im Wahlregister.

6,4 Millionen Simbabwer sind am Mittwoch zur Wahl eines neuen Präsidenten und eines neuen Parlaments aufgerufen. Mit Spannung wird erwartet, ob sie die 33-jährige Herrschaft Mugabes beenden. 2008 lag Tsvangirai nach der ersten Runde vorn, zog seine Kandidatur aber nach blutigen Angriffen auf seine Anhänger zurück. Mugabe steht seit der Unabhängigkeit von Großbritannien an der Spitze des südafrikanischen Landes. (AFP)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben