Wahl : Lafontaine ist Spitzenkandidat der Saar-Linken

Nun ist es offiziell: Oskar Lafontaine geht als Spitzenkandidat der Linkspartei ins Rennen um das Ministerpräsidentenamt im Saarland. In der Landtagswahl im kommenden Jahr sieht Lafontaine bundesweite Bedeutung.

Lafontaine
Das Herz schlägt fürs Saarland: Oskar Lafontaine ist Spitzenkandidat der Linken. -Foto: dpa

NeunkirchenLinkspartei-Chef Oskar Lafontaine tritt bei der Landtagswahl 2009 im Saarland als Spitzenkandidat der Landespartei an. Auf dem ersten regulären Landesparteitag der Saar-Linken am Samstag in Neunkirchen wurde Lafontaine mit 92,4 Prozent Zustimmung nominiert. Für Lafontaine stimmten 122 der insgesamt 132 Delegierten. Es gab neun Gegenstimmen und eine Enthaltung.

In seiner Rede vor dem Parteitag hatte Lafontaine zuvor gesagt, er wolle 2009 "für das Amt des Ministerpräsidenten hier an der Saar kandidieren". Von dort müsse mit der Wahl 2009 ein Signal für soziale Gerechtigkeit für ganz Deutschland ausgehen. Die Linke sei dabei der Garant für einen Politikwechsel. Somit habe die Wahl im Saarland "bundespolitische Bedeutung".

SPD will kein kleiner Partner der Linken sein

Linke-Landeschef Rolf Linsler gab als Wahlziel ein Ergebnis von "20 Prozent plus ein fettes X" aus. Lafontaine war von 1985 bis 1998 für die SPD Ministerpräsident im Saarland. Er forderte die SPD in seiner Rede auf, sich gegen eine Koalition mit der CDU auszusprechen und ein rot-rotes Bündnis einzugehen. Derzeit regiert die CDU im Saarland unter Ministerpräsident Peter Müller allein.

Der saarländische SPD-Vorsitzende Heiko Maas bekräftigte in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", seine Partei werde nicht als kleinerer Koalitionspartner der Linken zur Verfügung stehen. Sollte es unter Führung der SPD zu einer Mehrheit im Landtag reichen, werde seine Partei eine Koalition "abhängig machen von politischen und personellen Konstellationen". (ut/ddp/dpa)

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