Politik : WAHL-SPLITTER

Türken in der CDU

verlangen Kurswechsel

Frankfurt am Main - Nach dem Wahldebakel der hessischen CDU haben die türkischstämmigen Parteimitglieder einen Kurswechsel gefordert. Die CDU sei am „Scheideweg“, erklärte das Deutsch-Türkische Forum (DFT), das für die etwa 3000 türkischstämmigen Mitglieder der CDU spricht, nach einem Vorabbericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der DTF-Vorsitzende Bülent Arslan, der auch dem CDU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen angehört, verlangt von der Parteivorsitzenden Angela Merkel als Konsequenz aus der hessischen Wahlniederlage eine grundsätzliche Entscheidung. „Wir müssen uns festlegen: Wollen wir in Zukunft eine Partei sein, die nur die Deutschstämmigen anspricht, oder binden wir die Wählergruppe der Menschen mit Migrationshintergrund bewusst mit ein?“, zitiert das Blatt aus einem Brief an die Bundeskanzlerin. Die Organisation macht die Kampagne von Ministerpräsident Roland Koch für die Niederlage der CDU in Hessen verantwortlich. AP

Nachzählung in Ypsilantis Wahlkreis

verzögerte Endergebnis

Frankfurt am Main - Das Nachzählen in einem Wahlbezirk sowie Übermittlungsprobleme waren die Ursachen für das verspätet gemeldete Ergebnis aus dem Frankfurter Wahlkreis VI bei der Landtagswahl. Es sei aber nur „Zufall“, dass es sich um den Wahlkreis der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti handelte, sagte Frankfurts Wahlleiter Hans-Joachim Grochocki am Montag. Ypsilanti gewann den traditionellen CDU-Wahlkreis überraschend mit 41 Prozent der Erststimmen gegen die CDU-Kandidatin Gudrun Osterburg (37,4 Prozent). Im Duell vor fünf Jahren hatte Ypsilanti noch fast 19 Prozentpunkte Rückstand auf Osterburg und war nur über die Landesliste in den Landtag gekommen. dpa

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