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Wahl zum Frankfurter (Main) Oberbürgermeister : Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD

Die Frankfurter haben gewählt, aber eindeutig ist das Ergebnis nicht: In zwei Wochen müssen sie für eine Stichwahl noch einmal an die Urne. Dabei überrascht besonders das Ergebnis des SPD-Kandidaten Peter Feldmann.

SPD-Kandidat Peter Feldmann bei der Stimmabgabe.
SPD-Kandidat Peter Feldmann bei der Stimmabgabe.Foto: dpa

Die Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am Main wird aller Voraussicht nach erst in einer Stichwahl in zwei Wochen entschieden. Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) erzielte 39,1 Prozent vor dem SPD-Sozialpolitiker Peter Feldmann mit 33,0 Prozent. Da keiner von ihnen die absolute Mehrheit erzielte, gilt somit eine Stichwahl zwischen beiden Kandidaten in zwei Wochen als sicher.

Die Bewerberin der Grünen, Rosemarie Heilig, lag zu diesem Zeitpunkt mit 14,0 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz. Der Kandidat der Piratenpartei, Herbert Förster, kam demnach ebenso wie die Fraktionschefin der Linken im hessischen Landtag, Janine Wissler, auf 3,8 Prozent.

An dem Ergebnis überraschte vor allem das gute Abschneiden des SPD-Kandidaten Feldmann. Der stellvertretende Fraktionschef seiner Partei im Römer lag nur um gut sechs Prozentpunkte hinter dem auch nach den Umfragen klar favorisierten CDU-Bewerber Rhein. Damit gilt der Ausgang der Stichwahl am 25. März als spannend.

Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag offenbar etwas höher als vor fünf Jahren. Sie stieg nach einer repräsentativen Erhebung des städtischen Wahlamts von 33,6 Prozent bei der letzten Oberbürgermeisterwahl im Jahr 2007 auf nunmehr 36,3 Prozent.
Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem die amtierende Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) ihren vorzeitigen Rückzug ein Jahr vor Ablauf ihrer Amtszeit am 30. Juni angekündigt hatte. (dapd)

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