Politik : Wahlaufforderung an Milosevic

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Der frühere serbische Präsident Slobodan Milosevic hat zehn Monate nach seinem Tod eine Aufforderung zur Teilnahme an der Parlamentswahl am Sonntag erhalten. Wie die Tageszeitung „Press“ am Samstag berichtete, gilt der Ex-Staatschef, der im März 2006 während seiner Haft beim UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag starb, für die serbischen Behörden offiziell weiterhin nicht als tot. Nach den geltenden Gesetzen müsste entweder die Familie oder die serbische Botschaft in den Niederlanden einen

Totenschein vorlegen. Da dies nicht geschehen sei, werde Milosevic bis auf Weiteres Wahlaufforderungen erhalten. Milosevic sollte sich vor dem Tribunal wegen Kriegsverbrechen während der Balkankriege in den neunziger Jahren verantworten. Auch der frühere Militärchef der bosnischen Serben, der als Kriegsverbrecher gesuchte General Ratko Mladic , wurde dem Zeitungsbericht zufolge zur Teilnahme an dem Wahlgang aufgefordert. Er ist seit 1995

flüchtig. AFP

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