Wahlen : Dutzende Südkoreaner wollen neuer Präsident werden

Mehr als hundert Südkoreaner wollen der nächste Präsident ihres Landes werden. Alle Gesellschaftsschichten vom Bauern bis zum Priester sollen unter ihnen vertreten sein.

Lee Myung-Bak
Auch Seouls Ex-Bürgermeister zählt zu den 106 Interessenten für das Amt. -Foto: dpa

SeoulInsgesamt 106 Menschen hätten sich als vorläufige Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im Dezember registriert, teilte ein Sprecher der Wahlkommission mit. "Wahrscheinlich wollen sie nur ihr Gesicht zeigen", vermutete der Sprecher. "Nicht viele von ihnen werden am Wahltag noch dabei sein." Nach derzeitigen Umfragen ist der ehemalige Bürgermeister von Seoul, Lee Myung Bak, als Kandidat der Opposition klarer Favorit für den Urnengang.

Viele der Kandidaten sind von politischen Parteien, nicht wenige aber gehen auch als Unabhängige ins Rennen. Unter ihnen sind den Angaben zufolge zwölf Arbeitslose, sieben Angestellte, drei Bauern und sechs Religiöse. Nach dem koreanischen Recht kann jeder, der über 40 Jahre ist, sich als Kandidat registrieren lassen. Spätestens, wenn die Sicherheitssumme von 500 Millionen Won (392.000 Euro) hinterlegt werden muss, wird sich das Feld der Bewerber aber deutlich verkleinern. Das Geld gilt als Sicherheit für die 500 Millionen Won, die zahlen muss, wer bei der Wahl unter 15 Prozent der Stimmen bleibt. (mit AFP)

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