Politik : Wahlen in Sachsen: Roßberg neuer OB in Dresden

Der FDP-Politiker Ingolf Roßberg wird Oberbürgermeister in Dresden. Der von einem Parteienbündnis unterstützte Politiker setzte sich nach Angaben des städtischen Wahlbüros am Sonntag im zweiten Wahlgang mit 47 Prozent der Stimmen durch. Der seit der Wende regierende Amtsinhaber Herbert Wagner (CDU) kam nach Auszählung aller 396 Stimmbezirke auf 40 Prozent. Der letzte SED- Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer (parteilos), der überraschend zum zweiten Wahlgang angetreten war, erhielt 12,2 Prozent.

Roßberg war von Bürgerinitiativen, SPD, PDS, Grünen und FDP unterstützt worden. In der Landeshauptstadt hatten sich im ersten Wahlgang vor zwei Wochen Wagner und Roßberg ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei 48,7 Prozent. Vor zwei Wochen hatte sie mit 48,14 Prozent noch etwas niedriger gelegen.

In Zwickau setzte sich der CDU-Politiker Dietmar Vettermann durch. Zwickau ist damit die einzige der sieben kreisfreien Städte Sachsens, die noch von der CDU regiert wird. In Hoyerswerda wurde PDS-Amtsinhaber Horst-Dieter Brähmig bestätigt. Im Leipziger Land lag die SPD-Kandidatin Petra Köpping nach Auszählung in 18 von 25 Stimmbezirken mit 70,7 Prozent vorn. Damit muss die CDU voraussichtlich erstmals einen Landratsposten an die SPD abgeben.

In drei Landkreisen sowie 54 Städten und Gemeinden wurden Landräte und Bürgermeister gewählt. Einen zweiten Wahlgang gab es überall dort, wo keiner der Kandidaten vor zwei Wochen die absolute Mehrheit erreicht hatte.

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