Der ehemalige FDP-Chef Wolfgang Gerhardt hat seinen Nachfolger Guido Westerwelle indirekt für sein Verhalten gegenüber Fragen fremdsprachiger Korrespondenten kritisiert. "Ich hätte auf Englisch geantwortet", sagte er. Mit dem Tagesspiegel sprach er außerdem über Schwarz-Gelb und die Ängste der Deutschen.
Herr Gerhardt, es heißt, jedem Anfang wohne ein Zauber inne. Können Sie uns verraten, worin der Zauber von Schwarz- Gelb bestehen könnte?
Ob eine Koalition einen Nimbus gewinnt, zeigt sich für gewöhnlich nicht zu Beginn von Koalitionsverhandlungen, sondern an deren Ende. Deshalb: Ein wenig Geduld müssen Sie schon aufbringen. Es ist aber richtig, dass am Schluss dieser Verhandlungen mehr erkennbar sein muss als der Handlungsrahmen in der Steuerpolitik, die Zukunft der Bundeswehr oder des Gesundheitsfonds.
Bisher hat die werdende Koalition kein besonders attraktives Bild abgegeben. Woran liegt das?
Die Verhandlungen haben ja gerade erst begonnen. Alle Beteiligten müssen sich auf einen echten Neuanfang einlassen. Dazu hat sich die Union bisher nicht bereit gezeigt. Solange die Kanzlerin erklärt, dass alles möglichst so bleiben soll wie es ist, kann keine Aufbruchstimung entstehen. Wir sind nicht die Fortsetzung der alten Koalition sozusagen von der Ersatzbank für die SPD.
Ihr Vorsitzender Guido Westerwelle hat bislang vor allem dadurch von sich reden gemacht, dass er sich weigerte, die Frage eines britischen Journalisten auf Englisch zu beantworten. War das ein Fehler?
Der Vorgang wird von den Medien überbewertet.
Sollte ein deutscher Außenminister – und das will Westerwelle ja wohl werden – in Deutschland Fragen nur auf Deutsch beantworten?
Darüber kann man geteilter Meinung sein. Guido Westerwelle hat jedenfalls keinen gravierenden Fehler gemacht. Hätte er eine Pressekonferenz in London gegeben, hätte er sich auf Fragen und Antworten in Englisch einrichten müssen. Die Pressekonferenz fand aber in Deutschland statt.
Wie hätten Sie auf die Frage geantwortet?
Ich hätte versucht, sie in Englisch zu beantworten, schon um mir die ganzen reichlich herablassenden Bemerkungen zu ersparen. Politische Verantwortung im Außenministerium soll ja schließlich nicht als Dolmetscher übernommen werden.
Welche Überschrift müsste über dem Vertrag einer Koalition stehen, die mehr sein will als ein Zweckbündnis?
Wichtig ist jetzt, ob es gelingt, die künftige Koalition zum politischen Projekt zu machen. Aber die zentrale Botschaft muss Selbstvertrauen sein. Wenn es der künftigen Koalition gelingt, das Vertrauen der Menschen in sich selbst zu stärken, dann wird ein Ruck durchs Land gehen.
Dummerweise lässt sich Selbstvertrauen nicht verordnen.
Aber befördern. Es muss das erste Ziel der künftigen Regierung sein, den Deutschen die Zukunftsängste zu nehmen und ihr Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und Schaffenskraft zu stärken. Schwarz-Gelb muss die verschütteten Freiheitspotenziale der Menschen heben! Vom Koalitionsvertrag muss die Botschaft ausgehen: Wir haben die Kraft zur Freiheit. Konkret heißt das: Niedrigere Steuern, weniger Bürokratie und ein soziales Sicherungssystem, das auf Teilhabe, statt nur auf Alimentierung setzt.
Glauben Sie, die Deutschen haben Schwarz-Gelb gewählt, weil sie bereit sind, für mehr Freiheit auf soziale Sicherheiten zu verzichten?
Viele Menschen haben zu einem beträchtlichen Teil auch Angst vor der Freiheit. Man soll sich über diese Ängste auch nicht erheben, man muss sie ernst nehmen. Uns steht deshalb eine Menge Überzeugungsarbeit bevor. Das wird eine gewaltige Aufgabe. Unser Vorsitzender Guido Westerwelle ist sich dessen auch bewusst. Jetzt wird es darauf ankommen, ob sich unser in Aussicht genommener Partner zum Abschied vom paternalistischen Betreuungsstaat durchringt und auch um Zustimmung für einen echten Neuanfang wirbt. Oberstes Ziel der neuen Regierung muss es sein, Angebote zu machen, die die Initiative von Menschen belohnen.
Geht Ihr Entfesselungsprojekt nicht mit Kürzungen von Sozialleistungen einher?
Nein, ich halte nichts von Kürzungen, die derzeitige Ausstattung für Arbeitslose ist angemessen. Wir müssen ihnen aber mehr Zuverdienstmöglichkeiten einräumen, damit sie zu größerer Teilhabe kommen.
Von Hans-Dietrich Genscher stammt der Satz: Wahlen muss man zweimal gewinnen. Wie prinzipientreu muss die FDP jetzt auftreten, damit sie nach den Koalitionsverhandlungen nicht als Verlierer dasteht?
Für uns ist völlig klar, dass den Menschen mehr im Portemonnaie bleiben muss. Steuersenkungen sind unverzichtbar, wenn man den Mut zu mehr Eigeninitiative fördern will. Ich sage voraus: Die Koalition wird mit Entlastungen für die Familien anfangen und den Kinderfreibetrag auf 8000 Euro heraufsetzen. Im Laufe der Wahlperiode muss es dann aber – beginnend im Jahr 2010 – ein transparenteres Steuersystem mit niedrigeren Sätzen geben. Wann welche Schritte erfolgen, muss im Koalitionsvertrag festgeschrieben werden. Der Koalitionspartner weiß, dass wir in dieser Frage nicht nachgeben werden. Ich habe deshalb keinen Zweifel, dass wir unser Ziel erreichen werden. Die Union braucht schließlich einen Regierungspartner. Und die FDP steht ohne ein niedrigeres, transparenteres und gerechteres Steuersystem bekanntermaßen nicht zur Verfügung.
Manche in der Union kritisieren die Steuersenkungspläne der FDP in Höhe von 35 Milliarden Euro angesichts der Staatsverschuldung als irreal und unsozial.
Das wäre, würde er ernsthaft erhoben, ein absurder Vorwurf. In der vergangenen Wahlperiode haben Bund, Länder und Gemeinden Steuermehreinnahmen in Höhe von 400 Milliarden Euro erzielt. Wir werden auch in den nächsten Jahren mehr Einnahmen haben, nur nicht mehr so viele. Es wäre also genug Geld für eine Steuerreform da gewesen. Es muss an der richtigen Stelle investiert werden, nämlich in die Kräfte der Bürger. Ich plädiere übrigens dafür, zunächst die untersten Einkommen steuerlich zu entlasten.
Wollen Sie die FDP vom Image der Partei der Besserverdiener befreien?
Die Koalitionsverhandlungen sind eine einzigartige Gelegenheit, mit dem Vorurteil aufzuräumen, wir seien eine Partei der sozialen Kälte. Das Gegenteil ist der Fall. Wir vertreten eine andere Politik, vor allem eine bessere Bildungspolitik. Wir wollen nicht nur Geld verteilen, wenn die Probleme längst entstanden sind, sondern wir wollen mit r Zuwendungen im frühkindlichen Bereich dafür sorgen, dass viele Probleme erst gar nicht entstehen. Wir sollten uns in dieser Koalition nicht in die Rolle des Bösewichts drängen lassen. Marktwirtschaft ist kein kaltes Projekt, ein Arbeitsplatz ist immer noch besser als Hartz IV.
Stünde es der FDP nicht gut zu Gesicht, Westerwelle als Reformminister ins Kabinett zu schicken?
Es ist ganz klar, dass Guido Westerwelle das erste Zugriffsrecht hat, wenn es um die Besetzung der Ressorts geht. Es ist seine Entscheidung, wann und wie er es ausübt.
Wo steht eigentlich geschrieben, dass der Vizekanzler einer Koalition zugleich Außenminister sein muss?
Nirgends, allerdings bin ich der Auffassung, dass die FDP nicht auf das Außenministerium verzichten darf. Es geht auch um internationale Akzentsetzung aus einer langen Tradition von FDP-Außenministern, die Deutschland gut bekommen ist.
Worin wird sich die Außenpolitik von Schwarz-Gelb von der Politik der Vorgängerregierung unterscheiden?
Niemand stellt die Kontinuitäten deutscher Außenpolitik in Frage. Europäische Einbettung, transatlantische Partnerschaft, Verantwortung als Nato- und UN-Mitglied, lauten die Stichworte.
Aber?
Ich plädiere dafür, dass Deutschland wieder stärker mit den kleineren Staaten in Europa kommuniziert und damit auch seiner Führungsverantwortung in der EU nachkommt. Das wurde insbesondere während der Regierung Schröder/Fischer vernachlässigt. Außerdem muss Deutschland klarer sagen, wie wir uns eine europäische Sicherheitspolitik vorstellen und offensiver an einer Abrüstungsdiskussion teilnehmen.
Muss das Verhältnis zu Russland neu justiert werden?
Ja, das glaube ich. Wir müssen einen neuen Dialog suchen, um Russland klarzumachen, dass eine erweiterte EU keine Bedrohung darstellt. Und wir müssen gegenüber Russland vermitteln, dass Länder wie die Ukraine selbst entscheiden, ob sie Nato und EU beitreten oder eben nicht. Wir sollten alle Türen für Russland offen halten, aber ebenso klar zu unseren Prinzipien und Werten stehen.
Wann wird die Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?
In den nächsten zwei bis drei Jahren wird sich zeigen, ob das internationale Engagement Aussicht auf Erfolg hat. Sollte sich zeigen, dass die Afghanen bis dahin nicht in der Lage sind, die Sicherheit im Land zunehmend selbst zu gewährleisten, wird die internationale Gemeinschaft unter erheblichen Entscheidungsdruck geraten.
Das Gespräch führten Stephan Haselberger und Antje Sirleschtov.
ZUR PERSON
KOALITIONÄR
Seit 1965 in der FDP, wurde Wolfgang Gerhardt 1978 Mitglied des hessischen Landtags, später auch hessischer FDP-Chef. 1987 führte er seine Partei in eine schwarz-gelbe Landesregierung unter Ministerpräsident Walter Wallmann (CDU).
FDP-VORSITZENDER
Schwarz-Gelb blieb auch nach dem Wechsel in die Bundespolitik Gerhardts bevorzugte Konstellation. 1995 wurde er als Nachfolger von Klaus Kinkel zum FDP-Chef gewählt. Er positionierte die Partei als „fairen Partner“ in der Bonner Regierungskoalition und pochte 1998 auf eine klare Koalitionsaussage zugunsten von CDU und CSU.
STIFTUNGSCHEF
Im Mai 2001 trat Gerhardt den Parteivorsitz, im Mai 2006 den Fraktionsvorsitz an Guido Westerwelle ab. Heute leitet der 65-jährige Bundestagsabgeordnete als Vorsitzender die FDP- nahe Friedrich-Naumann-Stiftung.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 11.10.2009)
Kommentare [ 28 ] Kommentar hinzufügen »
weshalb nicht auch wegen Effizienz die 1. Ministeriensitze am Sitz des Deutschen Bundestags konzentrieren?
Auch bei uns, nicht nur in Kasachstan, müsste die Finanzierung zu organisieren sein.
Hierdurch kommt zusätzlicher Gewinn aus dem Ergebnis: (Nicht nur Selbstverständnis als Nation, die ein wiedervereinigtes Land ist, wozu ein politisches Zentrum gehört), sondern Schritt in Richtung Ost-West-Ausgleich.
Wenn man als „Oberstes Ziel Angebote machen will die die Initiative von Menschen belohnt“, muss man Menschen haben, die LUST zur Initiative entwickeln. Die müssen sich dabeigehörig fühlen, auch wenn sie bei „60 Jahre Bundessrepublik“ 41 Jahre in DDR oder in Berlin-West waren: In der einigen Nation fühlen – wieder mit politischem Zentrum.
Diesen Parteien traue ich nicht, was die unter Freiheit verstehen ist Freiheit des Kapitalisten und was die unter Anreize verstehen, ist jeden Schrottjob annehmen und sagen dann Arbeit muss sich wieder lohnen- Veräppelung des Volkes -
Wenn die es ernst meinen würden, dann würden sie Gesetze erlassen, die den Arbeitnehmer mehr schützen als ihn den Unternehmern zur Ausbeutung zur Verfügung zu stellen.
Nein die CDU/FDP wird diesem Volk nichts Gutes bringen davon bin ich fest überzeugt. Alle die glaubten die SPD sei unsozial wird sich noch eines besseren belehren lassen müssen.
Mit stramm linker Ideologie ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen, das werden auch die linkesten Linken erkennen müssen, diese Zeit ist in D, Gott sei Dank, vorbei.
Frauen wird vorgeworfen nicht vernünftig auf ihre Kinder aufzupassen und sie nicht zu fördern (wohl bemerkt immer nur die Mütter sind Schuld) wenn sie arbeiten gehen sollen usw.
Das geht auf Dauer nicht gut, wir können nicht eine kleine Schicht immer reicher werden lassen und der Rest verarmt komplett, darum geht es, außerdem unter Kohl haben alle Unternehmer 53% Steuern zahlen müssen, heute ist das linksextrem, mal ehrlich was stimmt hier nicht mehr in unserem Land??? Soziale Marktwirtschaft hat nichts mit Sozialismus zu tun, wird aber verwechselt insbesondere von Ausführungen von Westerwelle, der alles vermischt und damit das Volk verwirrt, mit Erfolg- leider -!!
Nochmal sozial war Schröder, war Kohl, ansonsten gäbe es heute keine Renten, keine Krankenversicherung, nichts, was hat das mit links zu tun, wie stellen Sie sich eine Gesellschaft vor??
Alles Privatsache??? Jeder soll sich selbst versichern oder wie hätten Sie die Zukunft dieses Landes gerne? Mit Ghettos für die Armen und Schlösser für die Großfürsten, also da bin ich mal gespannt!!!
Unsinn, alle Kinder in Deutschland können in die Schule gehen und prinzipiell in alle Schulformen gehen. Es ist nicht für jedes Kind alles gleich leicht oder schwer, aber die Gesellschaft stellt nur geringe Hürden auf die überwindbar sind und von vielen überwunden werden und wurden.
Es ist nicht alles absolut gleich, aber dass die Kinder keine Schulbildung bekämen ist Unsinn. Jeder kriegt sie angeboten.
dass es kaum ein oecd-land gibt, in dem kinder aus sozial benachteiligten
schichten so wenige möglichkeiten eines sozialen aufstiegs haben wie in
deutschland.
das dreiklassige schulsystem befördert diese klassentrennung. die aufteilung
der grundschüler findet in den meisten bundesländern bereits nach der vierten
klasse statt. eine gymnasiumsempfehlung erhalten in erster linie kinder von
akademikern und beamten. in nrw zb empfehlen ausschließlich die lehrer einen
schultyp.
das kind, das mit neun oder zehn jahren eine hauptschulempfehlung erhält,
ist so gut wie abgeschrieben.
Nicht das ich die Bildungspolitik dieser Zeit gut gefunden hätte, aber im politischen Spektrum war sie erschreckender weise immer noch die Beste.
denn die ach so gelobten Bergvölker kommen nur mit statistischen Manipulationen und natürlich auf Kosten der gesamten Gesellschaft zu diesen "guten" Ergebnissen:
sie haben nämlich in ALLEN Schultypen die höchsten Abbrecher-Zahlen (wie man leicht bei den jeweiligen statistischen Landesämtern nachlesen kann), also auch die wenigsten Abiturienten. Außerdem ist dor die soziale Undurchlässigkeit am stärksten ausgeprägt.
Wenn jetzt selbst diese Länder, wenn auch nur äußerst zurückhaltend, zu dem greifen,
was z.B. die SPD seit 40 Jahren fordert (Gesamt- und Ganztagsschulen), darf man ja wohl von einer Apokalyptes konservativer Schuldpolitik sprechen.
Übrigens,
die "Araber" waren auf Weisung des damaligen Innenminsters von der Schulpflicht zwischen 91 und 00 "befreit".
Aber allgemein,
zacha kann keine Kinder haben,
denn sonst könnte er zu diesem Thema nicht solchen Unsinn erzählen,
dann müsste er z.B. nämlich,
dass,
was selbst FDP-Politiker sagen,
die Klassengrößen sich nicht nach Normierungen bestimmen dürften, sondern nach dem Förderbedarf der Schüler,
aber was braucht man Praxis,
wenn man irgendwelche reaktionären Sprüche loswerden kann...
bei der kanditatenriege: westerwelle (seit 1982 in der öffentlichkeit,
cornelia pieper, hermann otto solms und die spitze - finde ich - ist
rainer brüderle. de brauchte an nicht auszugraben, die waren alle nie weg.
da wird man doch quasi back to the future mitten in die 90er jahre versetzt!
wahrscheinlich nutzen sie noch als politisches konzept eine ausarbeitung des ehrenvorsitzenden graf lambsdorf anfang der 80er jahre zum thema wirtschaft und
arbeitsplatzschaffung, die zusammen mit der cdu/csu von da an sukzessive umgesetzt wurden. arbeitsplätze hat das trotzdem nicht gebracht - im gegenteil!
ich war gerade auf der fpd-homepage. dort sind deren "geldzuflüsse"
aufgelistet. ganz oben, ganz einsam die deutsche bank mit € 200.000,
gefolgt von weiteren vermögensverwaltern, verbänden metall, elektro, chemie
und bekannen dax-unternehmen.
eine hoffnung haben wir noch: nachdem angela nun auch die spd geschafft
hat, wendet sie sich jetzt der fdp zu. leichen pflastern ihren weg. aber so ist
das bei jobs, die nur einmal zu vergeben sind.
crème de la crème des kabaretts war nichts anderes zu erwarten.
dass genscher fdp-vorsitzender war und die "geistig-moralische wende"
zusammen mit graf lambsdorf in der fdp durchgesetzt hatte.
zu dem zeitpunkt sind auch guido westerwelle und frau adam-schwätzer
zum ersten mal in den focus gerückt. ich sehe noch nachrichtenbilder von
den beiden und fand deren arrogantes auftreten seinerzeit schon unerträglich.
westerwelle war - soweit ich weiß - immer politischer ziehsohn genschers.
deshalb finde ich es nicht verwunderlich, dass genscher jetzt häufiger an
westerwelles seite zu sehen ist. für mich sieht es so aus, als ob er jetzt die
früchte seiner "erziehung" genießt.
zwei schlitzohren zusammen, das passt doch!
Alle Kinder bekommen in D eine gute Schulausbildung, nur wie im Einzelnen damit umgegangen wird, ist unterschiedlich. Es kommt immer auf die Familien an, die von klein auf und auch später den ersten Zugriff auf die Kinder haben. Wenn die Eltern, aus welchen Gründen auch immer, kein Interesse an der Bildung ihrer Kinder haben, kann der Staat auch nur das Seinige tun. Solche Kinder haben es schwerer, obwohl das gleiche Unterrichtsniveau angeboten wird. Da auch die Kinder von Natur aus mit unterschiedlichen Lernfähigkeiten ausgestattet sind, kommen zwangsläufig verschiedene Schulabschlüsse zustande.
Man kann nicht immer den Staat für alles verantwortlich machen.
Es ist auch so nicht richtig, dass immer die Reichen noch reicher werden, sehen Sie sich bitte das Eigentumsgefälle an, das durch die gegenwärtige Krise ausgelöst wurde.
Der Reichtum unseres Landes wurde durch die vielen Tausend Unternehmer und Unternehmen geschaffen. Auch diese können in Krisenzeiten nur überleben, wenn sie vom Staat nicht kaputtgesteuert werden.
Nebenbei: Renten und Krankenversicherungen wurden im Deutschen Kaiserreich aufgebaut.
Abschließend möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass in einer förderativ-pluralistischen Ordnung jeder einzelne auch dazu verpflichtet ist, sich um seine Zukunft zu kümmern, durch berufliche Bildung, durch Studium oder was der Einzelne sonst so an Interessen hat, nicht immer gleich den Staat verantwortlich machen, wenn es nicht so läuft, wie erwartet.
Die Privatinitiative ist eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft. Und nur ihr ist es zu verdanken, das der durchschnittliche Lebensstandart mit am höchsten in der Welt ist.
auch Kinder aus "bürgerlichen Schichten" kommen heute zu einem großen Prozentsatz selbst mit motorischen Störungen in die Schule, haben Konzentrationsprobleme, aber auch Verhaltensauffälligkeiten.
Um ALL diesen Kindern gerecht zu werden,
vor allem aber, um morgen noch den Nachwuchs für die Berufswelt zu haben, bräuchten wir (nur unter anderem) dramatisch kleinere Klassen.
Mit der Denkweise, die cz hier über Schule ablässt,
fabriziert man ausschließlich eines:
SOZIALHILFEEMPFÄNGER!!!
Übrigens, wenn Menschen eine menschengerechte Arbeit bekommen, was glauben Sie, wie gerne dieser Mensch arbeiten geht und Steuern zahlt, ja ist aber nicht in unserem Staat, weil die Politik nicht in der Lage ist hier vernünftige Rahmenbedingungen zu erlassen, es ist politisches Versagen auf der ganzen Linie, wenn eine Gesellschaft vor die Hunde geht, wie in der DDR war es so und hier wird es auch so kommen. Wozu gibt es sonst einen Staat der dem Volk verpflichtet ist? Wir sind die Arbeitgeber der Politiker und nicht umgekehrt, die Politiker haben die Verantwortung Schaden vom Volk zu nehmen und sind Volksdiener, vergessen Sie das nicht, die Politiker bekommen eine Menge Geld dafür von uns Steuerzahlern.
Berggeist
auf jeden fall eine lösung finden muss, soll die fdp nicht als umfaller-partei
dastehen.
aber man kann doch gebühren, kosten und abgaben erhöhen. gerade wurde
im presseclub erwähnt, dass die fdp vorgeschlagen habe, eine pkd-maut
einzuführen. da werden sich unsere autofreunde jubeln!
in ihrem wahlkonzept empfiehlt die fdp den städten und gemeinden, bei
steuerausfällen, die zuvor die regierung abgeschafft haben, andere steuern
und abgaben als kompensation auf dauer zu erhöhen.
alles ist möglich - auch vordergründig steuersenkungen!
Ich bin immer wieder erschrocken wie wenig Mitgefühl und wie kalt diese Gesellschaft geworden ist, da kann einem zwischendurch leicht übel werden, wenn "Mitmenschen" das auch noch als richtige Politik ansehen und soetwas unterstützen. Ich hoffe, das die FDP bald Geschichte ist, diese Partei geht überhaupt nicht in keine Richtung, eil sie die Ausbeutung der Menschen weiter vorantreiben wird, als würde es nicht schon längst reichen und eine Umkehr wäre von großer Wichtigkeit für alle in unserem Land, vor allem für die jungen Leute, die kaum auf eine gute Zukunft hoffen können, aber das ist unseren "Mitmenschen" auch egal.