Sie hat in Sachsen reichlich Stimmen verloren und ist in Thüringen gescheitert. Dennoch hat die NPD viel zu viele Wählerstimmen erhalten und kann auch wieder Steuergelder kassieren.
Und dass die Partei ausgerechnet in Sachsen erstmals den Wiedereinzug in einen Landtag geschafft hat, ist nur schwer verständlich – in den vergangenen fünf Jahren im Landtag hat die NPD-Fraktion außer Populismus sowie internem Chaos nichts geboten. Politikfähig wurde die Partei keineswegs, allenfalls gelang einigen Abgeordneten und Mitarbeitern ein wenig Professionalisierung.
Auch über Sachsen hinaus bietet die NPD ein wenig attraktives Bild. Der Machtkampf zwischen Parteichef Udo Voigt und seinen Rivalen schwelt weiter. Die NPD ist hochverschuldet, auch aufgrund krimineller Machenschaften in den eigenen Reihen. Trotzdem erscheint die Partei weiterhin vielen Unzufriedenen als erste Wahl, wenn den demokratischen Parteien kräftig eingeheizt werden soll.
Es stimmt ja: ein Kreuz für die NPD ist der härteste Denkzettel – aber auch der dümmste. Wie viele der NPD-Wähler, von Neonazis abgesehen, wollen denn wirklich eine neo-nationalsozialistische Diktatur? Die denkbaren Folgen einer Stimmabgabe für diese Partei sind wahrscheinlich den meisten Protestwählern nicht bewusst. Die Demokraten müssen auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer noch viel Aufklärung leisten.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 31.08.2009)
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mewtwo, zumindest würden sie keine Steuergelder bekommen und ausserdem wären sie dann juristisch auch noch anders zu belangen
na wenn das parteivermögen eingezogen wird und mann sich "npd" höchstens noch auf dem klo nennen darf (verboten heißt wiederbetätigung ausgeschlossen) dann fühlen die sich sicher "bestätigt". sarkasmuss off!
nur der demokratie in diesem land und die gegen die diese partei täglich hetzt - da sind die gefühle deutlich besser. die befindlichkeit dieser ekelpartei kann der demokratie wurst sein.
und wer sich so offen zum nationalsozialismus bekennt, wie das auch heute im tv zu sehen war, der gehört mit fug und recht verboten.
das nennt man dann wehrhafte demokratie!
gut, Sie brauchen sie nicht, ich brauch sie auch nicht, aber die etablierten brauchen sie, um den linken ein feindbild zu liefern und von ihren eigenen missetaten abzulenken.
dreimal können sie raten warum die npd garantiert nicht verboten wird. sie wird gebraucht im uralten spiel : teile und herrsche.
und was ist dann mit allen möglichen rechten vereinigungen und parteien, die bisher verboten wurden? das "uralte spiel" war dann gerade nicht so.... passend?
aber fein, das sie schreiben "ich brauche die nicht".
bisher haben ganz viele leser sie immer ganz anders eingeschätzt.
ich für meinen teil bitte daher hiermit um vergebeung ;-)
Dass Nazis mit Steuergeldern alimentiert werden, ist für Demokraten unerträglich.
mog
In Sachsen gibt es eine stark nationalistisch, völkisch und autoritär ausgerichtete politische Grundhaltung in der Mitte der Gesellschaft. Die NPD artikuliert die menschenverachtenden Sichtweisen dieser breiten Bevölkerungsschichten mit einer Offenheit, die ihr zusätzlich Respekt verschafft.
Und sie erhält insbesondere aus dem bürgerlichen Lager wenig Widerspruch. Der frühere Ministerpräsident Biedenkopf sieht in der NPD nicht das Problem, vielmehr ist für ihn das Problem, dass die NPD als Problem gesehen wird. Damit bringt er stellvertretend für viele Menschen aus Sachsen zum Ausdruck, dass man sich eigentlich mit der NPD arrangiert hat oder arrangieren könnte.
Und so wundert es nicht, dass in Sachsen immer wieder Opfer rechter Gewalt zu Tätern erklärt werden, dass der zivilgesellschaftliche Widerstand gegen die NPD immer wieder kriminalisiert wird, dass sich CDU und FDP auf kommunaler Ebene immer wieder von der NPD unterstützen lassen und dass an den sächsischen Hochschulen die völlig überholte Extremismustheorie reüssiert.
Nun klammert man sich an den Strohhalm und verweist auf die Stimmenverluste der NPD. Dabei ist die NPD kräftig dabei, sich vor Ort festzusetzen. Gleichzeitig exportiert sie ihr sächsisches Modell mehr und mehr in andere Bundesländer. 4,6 Prozent der Stimmen für die NPD in Thüringen sollten eine deutliche Warnung sein.
Noch in der letzten Woche musste in unserer Stadt (wie auch in einigen Nachbarstädten) NPD-Wahlveranstaltungen auf Grund friedlicher Proteste (ja, es geht auch friedlich) von Parteien, Gewerkschaften und "ungebundener" Bevölkerung vorzeitig abgebrochen werden.
Ich werde immer bis zum Äußersten diskutieren, wenn Sachsen als ein Bundesland dargestellt wird, in dem Nazis akzeptiert werden, Ausländer zusammengeschlagen werden, während Polizei und Justiz beifällig lächelnd daneben stehen, in dem sich kein nichtnativer Deutscher auf die Straße wagen darf u.v.a.m.
Leider haben Protestwähler von den Möglichkeiten anderer Parteien zu wenig Gebrauch gemacht; NPD zu wählen, beschmutzt das Land und die politische Landschaft allgemein.
Ich hatte gehofft, de NPD hätte den Einzug in den Landtag nicht mehr geschafft; und wenn die demokratischen Wähler so wahlfreudig wären wie die NPD-Wähler, wäre das auch gelungen.
nur die kommunalwahl ergebnisse - die letzten und die vorletzten - ergaben nun mal wirklich in mehreren regionen stimmenanteile für die npd von bis zu 30 %. und vielerorts sagen die gemeinderäte dann "die abgeordneten der npd sind ganz normal, sind aus dem ort, sind bekannt" usw. die npd wird dort als ganz normale partei begriffen.
was sie nicht ist. FASCHISMUS IST KEINE MEINUNG!
SONDERN EIN VERBRECHEN!!
und das meinte robocop: ein verfestigtes weltbild. wenn bei 2 kommunalwahlen hintereinander solche ergebnisse zusammenkommen, kann wohl nicht mehr von einer protestpartei gesprochen werden.
es ist die aufgabe von uns demokraten hiergegen aqktiv zu sein und auch hier immer wieder dagegen anzuschreiben und dagegen bis zum äußersten diskutieren!
Irgendwie scheint die NPD gern mal mit der NSDAP verwechselt zu werden. Ebenso wie die Linkspartei mit der KPdSU verwechselt wird. Wir haben das Jahr 2009. Nicht 1933. Also alle mal wieder beruhigen.
Sie wissen wohl gut Bescheid über die NPD?
Die Verwchslung ist nicht ausgeschlossen?
Nun der Mann - Namen spare ich mir - gestern im TV bekannte sich nicht zu einer Weltanschauung?
Und der Vorsitzende dieser Partei sagte nicht "A.H. war ein großer Staatsmann" und aus den Steinen des Holocaust Mahnmals soll die "neue Reichskanzlei" erstehen? Es gäbe noch zahlreiche andere Beispiele.
Lassen wir das lieber.
Eine Wesensverwandtschaft oder auch Nähe lässt sich bei so manchem Foristen doch immer wieder feststellen. Und interessant auch zu beobachten, das wenns um diese Partei geht gerade dann Neuanmeldungen gibt, die dann aber wieder verschwinden.
Kurz mal angemeldet, ein wenig agitiert und dann wieder abgetaucht.
Der Klimawandel ist aber andererseits keine Meinung ;-)
"Die NPD ist keine Protestpartei, sondern eine Weltanschauungspartei". Holger Apfel, NPD Sachsen, in der 20 Uhr Tagesschau.
Danke! Zieht sich der Mann doch glatt selbst die Maske vom Gesicht.... Danke für soviel unverblümte Offenheit. Wirkte zwar irgendwie dämlich, aber Danke!
Welche Weltanschauung gemeint ist, ist doch wohl klar.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Und diese Partei soll nicht verboten werden?
Irgendjemand sagte mal: Die NPD ist ein Krebsgeschwür der Demokratie"
Und was macht man mit Tumoren? Wegschneiden!!
sie haben sowieso den vorteil gegenüber kleinen parteien, dass dauernd kostenlos werbung für sie in den massenmedien gemacht wird.
da kommen dann politiker etablierter parteien zu worte und die schnattern und schnattern , wenn die wahl vorbei ist , wissen sie selber nicht mehr, was sie so alles versprochen haben.
für kleinere, wie z.b. die tierschützer, grauen, piraten....
bieten die medien, besonders die öffentlich-rechtlichen keine plattform.
deshalb mein vorschlag, keine steuergelder für etablierte parteien über 10%.
und was die npd betrifft. wenn die leute vertauen in andere parteien hätten, würden sie die auch wählen. also keine wählerschelte, sondern gewinnt das vertrauen der wähler.
die Finanzierung der Parteien durch den Staat ist sinnvoll,
denn
die Alterntive wäre eine Parteienfinszierung über Spenden und Sponsoren a la USA,
was bedeuten würde,
dass die Parteien noch mehr in die Abhängigkeit von Sponsoren geraten würden.
Nun sollte blumentopfche mal nachdenken,
welche Partei könnte bei Unternehmen, Apothekern und Steuerberatern wohl am meisten Geld einsammeln?
Mal 'n Tipp,
die Linke wird das eher nicht sein.
aber ein blumetopfche wäre glücklich,
weil alles ja sooooo demokratisch wäre...
natürlich nehmen sie die trotzdem gerne an und quaken und schimpfen dann, wenn andere parteien diese gelder auch erhalten.
kann man in den Rechenschaftsberichten lesen,
außer bei CDU/CSU,
da müsste man natürlich immer einen bestimmten Anteil aus "Erbschaften und Vermächtnissen" liechtensteiner Art mitkalkulieren...
Es ist in dieser Gesellschaft Konsenz, bes. der Regierungsparteien, auf die kleine Partei einzuschlagen und die Gemeinsamkeit der Demokraten zu betonen, weil das so schön ablenkt von den eigenen schweren Fehlern.
diese kleine partei, die sich offen zum nationalsozialismus bekennt.
"Es ist in dieser Gesellschaft Konsenz, bes. der Regierungsparteien, auf die kleine Partei einzuschlagen..."
ohhh, die ärmsten :-) aber vielen dank für diese erkenntnis! es ist konsens ("S" am schluß) in dieser gesellschaft, das eine rechtsextreme und rassistische partei nicht gewünscht ist.
sie lernen dazu ;-)
Doch wie aermelschoner schon schreibt: "Das Wählerpotential dafür ist da, denn die Wut der kleinen Leute bei denen abgeschöpft wird ..."
Dieser gern zitierte Konsens bzgl. des Umgangs mit der NPD und ähnlicher rechter/deutschnationaler Zusammenschlüsse existiert nicht.
Diejenigen, die ihn im Munde führen, benutzen ihn gern um andere Ansätze bzgl. des Umgangs mit s.o. zu diskreditieren.
Jeder der nicht für ein Verbot oder eine massive Behinderung dieser Parteien ist gilt schon als verdächtig, wenn nicht als Sympathisant.
Ich zum Beispiel bin gegen ein Verbot, bin für die freie Rede. Ich lebe lieber in einer Gesellschaft die in der Lage ist, zwischen Ursache und Wirkung zu unterscheiden, die Dummheit, Blindheit, Empathiearmut und andere Verirrungen als überwindbares Defizit versteht.
Ich bin auch gegen das Verbot von dummen, falschen, polemischen Äußerungen, weil ich der Meinung bin, daß man sich lieber um den Boden kömmern sollte, auf dem diese dümmliche, und teilweise auch gefähliche Saat aufgeht oder eben nicht aufgeht.
Es gab genügend Alternativen - sogar die Möglichkeit, den großen Parteien und der NPD gleichzeitig einen Denkzettel zu verpassen.
Liebe Leute - das Wahlrecht ist eine der Errungenschaften, um die uns viele Generationen beneiden - gleichgültig, welche Fehler es hat. Es kann nicht sein, dass man den Kaufvertrag für eine Waschmaschine mit mehr Sorgfalt behandelt als die Ausübung eines Rechtes, das in dieser Form einmalig in der Geschichte ist.
Das Wort Aufklärung müßte m.E. genügen.
Die Leute wissen erschreckend wenig über den Nationalsozialismus.
Alle Historiker behaupten, daß die Bevölkerung Komplize des Massenmörders Hitler gewesen ist. So waren die Deportationszüge in die KZs keine Nacht- und Nebel-Aktionen, sondern sie gingen von stark frequentierten Plätzen aus. Die Bevölkerung hat weggeschaut. Und nach dem Kriege, ich komme aus der alten BRD, wollte die Bevölkerung von ihrem Versagen nichts wissen. Auch die Industrie und die Politik haben entweder verdient oder sie war tlw. Mitglied der NSDAP.
"Was verdrängt wird, kehrt immer wieder" sagte Sigmund Freud.
Dazu muß man Hitler als das bezeichnen, was er lt. Studien von psychiatrischen Instituten gewesen ist: Ein mehrfach Geistesgestörter (paranoid, psychopathisch, schizophren), der übrigens die Deutschen haßte.
Ebenso ist übrigens die NPD nicht deutschfreundlich, sondern fremdenfeindlich, rassistisch und antisemitisch.
Den zweiten Fehler machte die Politik und die Journaille, indem sie die DDR und die Nazi-Zeit gleichsetzt. Dies ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Rechtsextremisten, die sich - wie hier ja auch zu lesen - als Pendant zur Linken sieht, was nicht stimmt. Der Begriff des Rechtskonservatismus ist kaum noch zu lesen, weil alles in die Mitte drängt. Was aber eine Sprachregelung ist. Rechte sitzen in der Regierung und daß demokratische Rechte im Parlament sitzen, ist ja auch in Ordnung. Nur sollte man dies beim Namen nennen, sonst stoßen die Rechtsextremisten in dieses Vakuum und nennen sich rechts.
Nochmal zur DDR: Sie war ein sehr autoritärer Staat (ein Satellitenstaat der UdSSR), jedoch hat die DDR kein Krieg angezettelt und es gab keine KZs. Was natürlichn in den Stasi-Gefängnissen geschah, ist schlimm genug.
Deutschland hat leider keine demokratische Tradition, sonder4n eine Geschichte der Unterdrückung. Und die große Zeit ist schon ca. 150 Jahre vorbei.
Wenn Sie die NPD verbieten würden, so gründete sich in der Folgezeit eine neue Gruppierung, die ähnliche Weltanschauungen verträte.
Denken Sie nur mal an das Verbot der Nationalistischen Front oder der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei. Deren Mitglieder dürften sich inzwischen auch bei der NPD wiederfinden.
Ich will damit nur sagen: So sehr auch ich mit einem Verbot sympathisiere, so klar ist mir auch, dass damit dem grundsätzlichen Problem rechtsextremer Gesinnungen (übrigens in weiten Bevölkerungskreisen unterschiedlicher sozialer Herkunft vorhanden und gepflegt; die Übergänge zu konservativem und weithin gebilligtem Werteverständnis sind fliessend) nicht annähernd Rechnung getragen werden kann.
Im Zweifelsfalle kostet die Änderung von Geisteshaltungen in unserem (kapitalistisch ausgerichtetem) Gesellschaftssystem nämlich eine Menge Geld, welches es zu investieren gälte in gerechtere Gesundheits- und Rentensysteme, mehr Bildung, alternative Entlohnungs- und Besteuerungsmodelle, Neubewertung von Arbeit und Freizeit u.s.w.
Wenn man diese jedoch versäumt und stattdessen sämtliche Bereiche des Lebens (markt-)wirtschaftlichen Erwägungen unterordnet, so braucht man sich über die Zustände in dieser Gesellschaft nicht zu wundern.
Ein Kettenraucher wundert sich nicht darüber, dass er an Lungenkrebs erkrankt ist. Schließlich hat er auch jahrelang etwas dafür getan.
Sie und ich kennen die Realpolitik, und welchen vordergründigen Zielen diese unterworfen ist. Also wird sich unter diesen Vorzeichen vorerst auch nichts Wesentliches ändern.
Links von der CDU habe ich FDP/GRÜNE/SPD/LINKE zur Auswahl. Wie sieht es Rechts aus?