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Der "Log In"-Blog zum Nachlesen : Wowereit: "Ich weiß nicht, warum Sie noch hier wohnen"

08.09.2011 00:40 Uhrvon und
Klaus Wowereit gefiel das Berlin-Porträt der ZDF-Kollegen (links im Bild Dunja Hayali) nicht. Wie schon bei der RBB-Kandidatenbefragung beschwerte der Regierende sich.Bild vergrößern
Klaus Wowereit gefiel das Berlin-Porträt der ZDF-Kollegen (links im Bild Dunja Hayali) nicht. Wie schon bei der RBB-Kandidatenbefragung beschwerte der Regierende sich. - Screenshot: Tsp

Vier Stunden haben Nutzer von "Tagesspiegel.de" und "ZDFinfo.de" die Spitzenkandidaten zur Abgeordnetenhauswahl in der Sendung "Log In" befragt. Hier die Highlights zum Nachlesen.

00.01 Uhr: Und jetzt verabschieden auch wir uns aus dieser Marathon-Sitzung. Letzte Hinweise: In der ZDF-Mediathek gibt es die Clips aus der Sendung, am Freitag sendet der TV-Sender "Phoenix" eine sechzigminütige Zusammenfassung. Hier, auf Tagesspiegel.de, kann abgestimmt werden, wer sich am besten geschlagen hat.

Und dass heute, morgen und auch in den nächsten Tagen fleißig weiter kommentiert und diskutiert werden darf, versteht sich von selbst. Gute Nacht!

24.00 Uhr: Das Fazit der Community: Ein User fühlt sich durch Henkels Auftritt an Loriots berühmte Bundestagsrede erinnert: "Viele Worte, wenig Inhalt". Das gibt - ganz zum Schluss - den vielleicht größten Applaus des Abends.

23.58 Uhr: Jetzt wieder die drei unpopulärsten Entscheidungen, die ein Regierender Henkel treffen würde: Henkel stimmt Renate Künast darin zu, dass es einen "doppelten Kassensturz" braucht. Konkrete Kürzungspläne nennt er nicht.

23.55 Uhr: Thema Flugrouten, BBI, Drehkreuz? "Die Drehkreuzfunktion muss aufrecht erhalten werden." Um die "Jobmaschine" BBI zu einem Erfolg zu machen, brauche es das. Ungeachtet, dass das auch von den großen Aitrlines gar nicht gewünscht ist, wie Moderatorin Dunya Hajali anmerkt. Zu Flugrouten äußert sich Henkel ausweichend: Er habe aber die Entscheider an einen Tisch im Bundesverkehrsministerien geholt. Twitter-User "Sebaso" nahezu zeitgleich zu diesem Thema: "Dieses ganze Flugroutenrangewanze macht Politik unglaubwürdig.

23.50 Uhr: "Wir brauchen individuelle Förderung, Sprachkurse und mehr Beratungsangebote", hält die Community Henkel entgegen. "Klar", sagt der, wird aber wieder nicht konkreter. Dann geht es um Studiengebühren, Henkel spricht sich für Studiengebühren aus, möchte aber keine konkrete Summe nennen.

23.45 Uhr: Bildungsgerechtigkeit für Menschen mit Migrationshintergrund? "Das ist inzwischen auch ein Problem für deutsche Schüler."

23.40 Uhr: Nun endlich das Thema Integration. Henkel habe von mangelndem Integrationswillen und der falschen Vorstellung von einem Multikulti-Straßenfest gesprochen, kommt es aus der Community. Jetzt spricht er von einer "großen Aufgabe", die beide - Einheimische und Migranten - gemeinsam in Angriff nehmen müssten. Henkel spricht von "Willkommenskultur" - konkrete Vorschläge macht er nicht.

23.38 Uhr: Frage: "Was ist Ihre Vision für Berlin?" Antwort "Wir müssen die Stärken stärken." Die Frage sei, wie man Wirtschaftskraft und Einnahmen in die Stadt bekommen kann. Es sei falsch, nicht in Industriepolitik zu investieren. Henkel nennt "regenerative Energien und Elektromobilität" als Zukunft des Standorts Tegel. Und Adlershof als Erfolgsstory.

23.35 Uhr: Thema "Haushalt": "Wir müssen sehen, dass wir die Einnahmenseite stärken." Wirtschaftskraft erhöhen, mehr Menschen in Arbeit, am "schlecht organisierten" Quartiersmanagment arbeiten - das ist die Henkelsche Agenda.

23.32 Uhr: Befördert nicht zuletzt die Henkelsche CDU mit ihrem Wahlkampf Trittbrettfahrerei? "Nein", meint Henkel. Die Probleme lägen anderswo. Eine Partei wie die CDU müsse sich im Wahlkampf mit diesem Thema beschäftigen dürfen.

23.29 Uhr: "Herr Henkel, wir brauchen Maßnahmen, die sofort greifen. Was wollen Sie jetzt machen?" fragt Polizist Kay Hrabia vom Expertentisch im Studio. "Die Frage reicht weit zurück", sagt Henkel - und redet über einen rot-roten Einstellungsstopp. "Es ist nicht möglich, dass ich mich vor dem Polizeipräsidium an einen Baum stelle, ihn schüttele, und Polizisten fallen runter." Nun könne das Problem - angesichts der angespannten Haushaltslage - nur Schritt für Schritt eingedämmt werden. Eine ausweichende Antwort.

23.27 Uhr: Henkel darf über sein Lieblingsthema reden: brennende Autos, "Feuer-Terror", wie er das nennt. Der Regierende Bürgermeister sollte sich "schämen", dass er seit drei Jahren nichts oder zu wenig getan habe, um dem Problem Herr zu werden. "Konzentrierter Personaleinsatz" bei der Polizei ist Henkels Zauberwort. Was dahintersteckt: die Einbindung der Bundespolizei, und ein mit Experten besetzter "Runder Tisch" zum Thema "Extremismus" - unter expliziter Einbeziehung des Themas Linksextremismus.

23.25 Uhr: Warum die CDU Bürger zwar an der Erstellung des Wahlprogramms beteiligt hat, das aber aus dem fertigen Programm nicht mehr hervorgeht? "Es war ein innovativer Weg. Dass das aus dem Wahlprogramm nicht hervorgeht, liegt daran, dass es fertig ist." Er werde die Kritik an der Intransparenz aber "aufnehmen".

23.21 Uhr: "Wir führen keinen Koalitionswahlkampf", sagt Frank Henkel. Dunya Hajali, die ihm die Frage schon zu Beginn des Tages im "ZDF-Morgenmagazin" gestellt hat, ist sichtlich enttäuscht über diese Antwort auf die Frage nach realistischen Regierungsoptionen.

23.20 Uhr: Als letzter Kandidat stellt sich nun Frank Henkel. Probleme, die zuvor im Einspieler genannt werden: Fehlende Masterstudienplätze, zu denen sich das Wahlprogramm der CDU nicht äußert. Die Mauer in unseren Köpfen. Und natürlich: die brennenden Autos.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten, wo die Kandidaten von Grünen, SPD, FDP und Linken Schwerpunkte gesetzt haben.

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