[Kommentare: 44]

Wahlkampf-Kolumnen

Ausschnitte der Politik

Persönlichkeit im Wahlkampf: Reporterin Caroline Fetscher über das schwesterliche Plakat von Merkel/Lengsfeld.
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Voller Körpereinsatz. Das umstrittene Plakat der Kreuzberg-Friedrichshainer CDU-Direktkandidatin Vera Lengsfeld. - Foto: CDU
Auf den Plakatwänden in Berlin Kreuzberg-Friedrichshain prangen sie schwesterlich und geschmückt, Vera Lengsfeld und die amtierende Kanzlerin. Beide blond und proper, beide mit Perlenketten, Lengsfeld mit einer grünen, Merkel mit einer elfenbeinfarbenen. Sensationeller noch als das Damenduo der CDU wirken die Dekolletés ihrer Abendkleider, einsehbar bis an die bürgerlich akzeptable Grenze und passend zur provokativen Plakatzeile: „Wir haben mehr zu bieten“. Ohne Frage, das Konzept arbeitet mit einem Körnchen Ironie, Selbstironie. Denn Frivolität ist so wenig das Markenzeichen von Merkel wie das der ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin Lengsfeld. Aber ambitioniert ist die Idee auf alle Fälle, die hartgesottene Kreuzberger Klientel mit einem Touch „Titanic“ gewinnen zu wollen. Selbst wenn sich das Poster in der alternativen Szene als Renner für Küchenpinnwände erweisen sollte, hätten die beiden konservativen Politikerinnen mit ihrem rechten Sexappeal eben doch ein Stück der Kreuzberger Küchen erobert. An Kreuzbergs Deutschtürken allerdings redet die Botschaft der Busenfreundinnen wahrscheinlich ganz und gar vorbei, die gehören traditionell eher den Roten der Republik. Dass sich auf der traditionell konservativen Seite mit ostentativer Weiblichkeit etwas in Richtung Szene bewegen lässt, hatte zuletzt Gabriele Pauli der CSU bewiesen.

Lengsfeld hat in der Tat mehr zu bieten als der Typus Pauli. Die studierte Philosophin ist eine Frau mit ernsthafter Vergangenheit im Widerstand gegen das Honecker-Regime und die Stationierung sowjetischer Atomwaffen, als Mitglied des Bündnis 90 1996 zur Union übergelaufen – also die potenzielle Brückenbauerin zur grünen Szene. So ähnlich wird es gewesen sein, dass die coole Werbeagentur das Wahlkampfmanagement zu diesem visuellen Experiment überredet hat: Also, Sie haben doch mehr zu bieten! Begrünung der CDU! Taktischer Fischfang am naturbelassenen Flussufer! Dann fiel, garantiert, das abscheuliche Neuwort: „Ein Hingucker!“

Tiefe Einblicke in die Individuen der politischen Nomenklatura gewinnt die Öffentlichkeit bei deutschen, bei europäischen Wahlkämpfen ohnehin selten. Während US-Politiker sich im Wahlkampf mit Kind und Kegel, Hund und Hut, beim Angeln und Grillen, ganz Mensch, mit Spontaneität und Schwächen, Emotionen und Emphase zeigen, biedern die Wahlkämpfe hier vor sich hin, unter dem Druck „sachbezogen“ zu sein, obwohl weder Politiker noch ihre Wähler Sachen sind. So ist das Plakat der Damen auch Symptom einer tieferen Problematik. Wie „geht“ Profilierung, wo es nicht mehr, wie bei der alten Garde der Männer der Macht, bei Adenauer, Wehner, Brandt, Kohl oder Schröder, das Auratische gibt, das in sich und an sich zur Sendung an die Wähler summiert werden kann? Die Ära der Machtbolzen mit natürlicher Autorität ist beendet – selbst wenn Merkel nun ostentativ mit dem Koloss Kohl posierte. Schon seit längerem ist das Zeitalter der Macher und Verwalter angebrochen, noch weniger kompatibel mit zündendem Wahlkampf und gewagter Werbung als zuvor.

Das Dilemma heißt: Sachlicher, unpersönlicher Wahlkampf muss in Kombination mit dem Aufbauen von Persönlichkeiten geschehen, denen die fernsehenden Wähler, noch dazu in der Krise, ihr Vertrauen schenken sollen. In ihrem Namen sollen diese Frauen und Männer ja ihre Steuergelder investieren, Behörden lenken und Straßen bauen. Merkel, ganz Bescheidenheit, Beharrlichkeit, Unbeirrbarkeit, abwartend und nie angeberisch, eher neutral als mütterlich oder kokett, erzielt genau mit solchen Qualitäten ihre Punkte: Die denkt nicht an sich, sondern an die Sache, und von der hat sie keine allzu grandiose, sondern eine realistische, bezahlbare Idee. Ebenso Steinmeier, ein verlässlicher Mittelfeldspieler und treuer Beamter aus dem Bilderbuch: Der denkt nicht an sich, sondern an die Sache, und von der hat er eine irgendwie soziale, demokratische Idee. Wenn er doch, mag mancher SPD-Wähler denken, wenigstens einen Bernhardiner hätte oder Hobbypilot wäre.
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Kommentare [ 44 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von lionfood lionfood ist gerade offline | 11.8.2009 17:43 Uhr
Arme SPD
Ja, da war die SPD doch Wertkonservativer und hat die gute Birgit Auras rausgeworfen...

Vermutlich ärgen die sich jetzt gerade, denn das wäre doch die passende Antwort gewesen.

http://www.welt.de/politik/article1791400/Nackt_Politikerin_Birgit_Auras.html
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 11.8.2009 18:01 Uhr
tja Fr. Fetcher
würde die Ironie ja gerne glauben, wenn sie zumindest einen kleinen Teil ihres Lebens betreffen würden. Aber so, wie sich die Damen sonst geben, wirkt es nur aufgesetzt und unglaubwürdig.
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von besserwisser besserwisser ist gerade offline | 11.8.2009 20:27 Uhr
Frau Lengsfeld ist weit
unglaubwürdiger als Frau Pauli. Frau Lengsfeld war einmal eine Bürgerrechtlerin und jetzt stellt sie sich auf eine Stufe mit Kohls Mädchen. So tief kann man fallen.
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von unbekannt | 12.8.2009 8:53 Uhr
@besserwisser


Zitat von besserwisser

jetzt stellt sie sich auf eine Stufe mit Kohls Mädchen



Und die "Stufe" von "Kohls Mädchen" ist genau was? Bei einer Opernpremiere ein dekolltiertes Abendkleid zu tragen? Ist ja unglaublich!
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von kaleu kaleu ist gerade offline | 12.8.2009 11:00 Uhr
Nicht so schlimm janberlin, Leute wie....
...z.B. besserwisser haben eben noch nicht begriffen, dass auch ehemalige Bürgerrechtler, heute selbst bestimmen dürfen wo sie sich abarbeiten. Sie kommen über ihre Schubladendenke einfach nicht mehr hinaus.
Jedoch, eines muss erlaubt sein, nämlich: Zu sagen, dass dieses Wahlplakat weder Witz noch Ziel zeigt.
Mal ganz abgesehen davon, dass der gesammte Wahlschilderwald eine Belästigung der Bürger darstellt.
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von zwilling68 zwilling68 ist gerade offline | 12.8.2009 12:08 Uhr
@janberlin
mal ganz unabhängig von der partei oder der (nicht vorhandenen) politischen aussage dieses plakates. ein décolleté, vor allem ein so tiefes, sollte nur tragen wer es sich auch körperlich erlauben kann.
und keine dieser beiden damen kann es sich erlauben.

mehr als alle anderen plakate, empfinde ich dieses als unangenehme belästigung.
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von bodo bodo ist gerade offline | 12.8.2009 8:08 Uhr
Wahlkampf aus der unteren Schublade
Was treibt Frau Lengsfeld bloß für einen unsinnigen Wahlkampf.Diese Frau diskreditiert sich selber.Jetzt schon zeigt sich wie groß die Not der Union wirklich ist wenn nach der Bundestagswahl die Zunahme der Hartz IV Verelendung und die bevorstehenden Massenentlassungen von Kurzarbeit einen Erdrutschartigen Vertrauensverlust für die Regierenden auslöst. Der große Wahlabsturz der Union ist auch nicht mehr mit 99 Ballons aufzuhalten.
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von unbekannt | 12.8.2009 8:37 Uhr
@uwemohrmann
Aber an diesen Berliner SPD-Knaller erinnern Sie sich doch sicherlich auch noch:

Thomas Krüger

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von biont biont ist gerade offline | 12.8.2009 10:32 Uhr
@janberlin
...war der Kanzler, DIIIIIE Persönlichkeit des Staates im öffentlichen Leben ?????.....
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von unbekannt | 12.8.2009 10:45 Uhr
@biont
Soweit ich weiß, hat nicht die Kanzlerin, sondern Frau Lengsfeld das Plakat veranlasst, die dafür ein älteres Archivfoto verwandte, dass Merkel bei einer Opernaufführung in Oslo zeigt.

Aber ich lasse mich von Ihnen gern eines besseren belehren...
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von azklaus azklaus ist gerade offline | 12.8.2009 11:24 Uhr
Eine?
soso. eine ehrliche haut. zuwenig. finde ich zumindest ;-)
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 12.8.2009 14:17 Uhr
janberlin
fand ich genauso bescheuert. Wenn diese beiden, sonsonsten immer ziemlich verbiestert rumlaufenden Damen, die sonsitge Lebenseinstellung stimmen würde, hätte ich gesagt, ok passt. Aber so ist es nur aufgesetzt, und im übrigen soll ja Fr.M. wohl nichts von gewusst haben, angeblich. Spricht aber auch nicht für ihre Autorität.
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von unbekannt | 13.8.2009 9:05 Uhr
@uwemohrmann
Immer wieder schön: Herr Wowereit kann sich ja nicht um jede Lappalie kümmern (1. Mai, brennende Autos), Frau Merkel ist sogar für die Wahlplakate von über 600 Bundestagskandidaten ihrer Partei zuständig - und am S-Bahn-Chaos ist sie auch direkt Schuld!
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade online | 13.8.2009 12:33 Uhr
janberlin
und was hat Wowereit mit diesen Bildern zu tun?
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von unbekannt | 13.8.2009 19:24 Uhr
@uwemohrmann
Also so schwer war doch wohl mein vorheriger Beitrag nicht zu verstehen?!
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von unbekannt | 13.8.2009 19:34 Uhr
@uwemohrmann
Aber damit auch Sie es verstehen: wo immer Sie sich zu Politkern äußern, ist es mir eine große Freude, die Maßstäbe an Ihre Äußerungen anzulegen, die Sie sonst bei anderen bei Äußerungen zu dem von Ihnen ja schon groupiemäßig verehrten Größten Regierenden Bürgermeister aller Zeiten anlegen. Sie wissen schon, von wegen Niveau, Fairness und so...
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von biont biont ist gerade offline | 12.8.2009 8:43 Uhr
Christlich- Scheinheilig
auf den Plakaten zur letzten Wahl, war die Frau Kanzlerin fototechnisch ja sehr "verfeinert". Ist das Dekolleté der beiden in diesem Falle echt?- oder hat da wieder die Bildbearbeitung nachgeholfen? Wenn vielleicht alles echt ist, mehr Ideen sind bei der Lage in Deutschland gefragt, mehr im Kopf und nicht allein dicke, schwere Brüste!! Kommt Herr Westerwelle vielleicht dann noch im Tangaslip?......
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von unbekannt | 12.8.2009 8:54 Uhr
@biont
Sozialdemokratisch-unappetitlich

Bitte klicken Sie ganz vorsichtig den Link in meiner Antwort an uwemohrmann an, dann wissen Sie, was ich meine...
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von southcross southcross ist gerade offline | 12.8.2009 11:57 Uhr
janberlin
immerhin trägt dieses plakat sein scherflein dazu bei, das der von ihnen so verhasste kandidat ströbele das direktmandat gewinnen wird. wird er zwar sowieso, aber ein bischen spass auf dem weg dahin, kann ja nicht schaden ;-)
Comment
von unbekannt | 12.8.2009 13:24 Uhr
@southcross
Eben. Spass ist von Vollkorn-Ströbele wohl eher nicht zu erwarten. Allerdings auch sonst nichts.
Comment
von southcross southcross ist gerade offline | 12.8.2009 19:28 Uhr
janberlin
doch: er wird das direktmandat gewinnen.
und wenn sie ihr vollkornbrot ohne spass essen, hat die ernährungsumstellung eben nicht viel sinn gehabt?
Comment
von unbekannt | 13.8.2009 11:52 Uhr
@southcross
Abwarten: wer weiss wie die Wähler z. B. auf sein bis heute andauernden beredtes Schweigen zu Problemen in seinem Wahlkreis reagieren... (Roma-Problem - die sich eigentlich für die Roma einsetzende Frage vom 24.05.2009 auf seiner Seite bei abgeordnetenwatch.de ist bis heute unbeantwortet geblieben, während er sonst recht flott antwortet)
Comment
von southcross southcross ist gerade offline | 13.8.2009 23:34 Uhr
janberlin
so wenig realismus hätte ich ihnen nicht zugetraut.

sie glauben, das wegen der roma geschichte ihn seine wähler abstrafen werden, weil er sich dazu bei abgeordnetenwatch.de nicht äußerte?

und sie glauben das - nein, das nicht, oder? - lengsfeld das direktmandat holt? wenn nicht ströbele, dann böhning. lengsfeld nie und nimmer.

ich kann - wie sie sicher wissen - ströbele nicht wählen, da nicht mein bezirk. aber ich habe genügend realismus, wie es ausgehen wird. und weil sich ein politiker zu was auch immer nicht äußert, war noch nie ein grund eine wahl zu verlieren. und bei jemandem, der so populär ist und 2 mal schon das direktmandat holte...



Comment
von unbekannt | 14.8.2009 14:20 Uhr
@southcross
Natürlich wird Lengsfeld das Direktmandat nicht holen - aber bei Ströbele merken hoffentlich immer mehr Leute, dass der Mann ein grenzenloser Opportunist ist, der immer nur dann was sagt, wenn er meint, bei seiner Klientel punkten zu können, und sich bei Themen, die etwas komplexer sind als sein simples Freund/Feind-Denken, lieber in Schweigen hüllt.

Oder können Sie mir sagen, warum ausgerechnet die doch sehr freundlich und engagiert gestellte Roma-Frage nicht beantwortet wurde? Ganz einfach: hätte er die Roma kritisiert, hätte er befürchten müssen, Multikulti-Wähler zu verlieren, hätte er für sie gesprochen, hätte er ebenfalls riskiert, Wähler (z. B. die Anwohner) zu verlieren. Für ihn eine loose-loose-Situation. Und da hält er einfach die Klappe. Eigentlich auch ok. Aber nicht, wenn man sich selbst zum unangepassten Freigeist, zum Revoluzzer im Politsystem stilisiert. Der Okögreis klebt einfach an seinem MdB-Sessel! Mehr ist nicht!
Comment
von southcross southcross ist gerade offline | 15.8.2009 0:02 Uhr
janberlin:
ich hab verstanden, das sie ihn nicht mögen.

aber er hat sich bisher nicht geäußert. zwar ist die frage sicher schon länger online (hab sie nicht gelesen), aber das er nicht geantwortet hat, heißt nichts. ja, für sie sicher schon.

aber wissen sie wieviele politiker fragen bei abgeordnetenwatch.de nicht beantworten? und wenn man dann bei jedem daraus solche rückschlüsse ziehen würde....

ich mach ihnen nen vorschlag. suchen sie mal bei abgeordnetenwatch.de nach den politikern klaus-uwe benetter und eva högl. beide spd. beide haben für die netzsperren kinderpornographie gestimmt. benetter lässt aber in zehlendorf plakatieren "datenschutz verteidigen".
welch widerspruch. da könnte man doch mal fragen...

und högl gilt als parteilinke (von den spd-linken gab es initiativen die netzsperren zu verhindern - högl stimmte dafür).

ich wette: sie bekommen von beiden keine antwort.

alternativ können sie den spd-abgeordneten detlef dzembritzki anfragen, ich befürchte sie bekommen keine antwort - da ist es befürchte ich weiter sogar völlig egal was sie fragen.

und damit nun gerade ich nicht das spd-bashing betreibe, schlage ich vor, sie nehmen sich noch einen von der cdu und stellen irgendeine komplizierte frage zur steuergesetzgebung und geben sich als notleidender mittelständler aus.

postenm sie dann hier das jeweilige ergebnis ;-)

was auch immer sie fragen und wen auch immer: diese fragen zu beantworten sind in erster linie eine schlichte zeitfrage. und so mancher hat keine ahnung, wovon sie gerade reden.

heißt: er müsste seinen wissenschaftlichen mitarbeiter losschicken, das der a)recherchiert und b)antwortet. gucken sie mal, wie oft nicht der abgeordnete antwortet, sondern sein referent.

das nun ströbele ausgerechnet in der frage (in der für sie so wichtigen frage!) nicht geantwortet hat, mag nun für sie ärgerlich sein, aber die verschwörung, die sie daraus basteln, passt einfach viel zu einfach in ihr politisches kalkül...

schönes we trotzdem ;-)
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von stachel.v.tagesigel stachel.v.tagesigel ist gerade offline | 12.8.2009 9:25 Uhr
Warum diese Aufgeregtheit?
Lässt doch bei Einigen tief blicken. Sich über pralle Brüste aufregen und auf der anderen Seite Männern die Stange halten, die weder Rückgrat noch Breite Brust haben. Es ist ein gelungener Gag, man redet drüber und das ist für eine Kampagne nicht so schlecht. Vielleicht sollte man bei der Gelegenheit noch einmal über den Milchpreis reden...
Comment
von exfrench exfrench ist gerade offline | 12.8.2009 11:02 Uhr
Na das ist doch noch zu toppen.
Der echte Wahlkampf geht los. Wahnsinn!

Wer gewinnt denn nun? Busen wie hier gezeigt

oder Popo wie nachfolgende Wahlwerbung zeigt:

So funktioniert Schwarz-Grün
Comment
von unbekannt | 12.8.2009 14:07 Uhr
Comment
von azklaus azklaus ist gerade offline | 12.8.2009 11:29 Uhr
Hey, Jungs, entspannt euch!
in ihrem Blog kommetiert Fr. Lengsfeld die Aufregung so:


Zitat von vera lengsfeld

Erstaunlich, wie prüde linke Männer immer noch sind. Hey, Jungs, entspannt euch! Wo ist eure sexuelle Befreiung geblieben? Oder ist die Aufregung künstlich?

Comment
von ros ros ist gerade offline | 12.8.2009 11:34 Uhr
Der gläserne Politiker
Das mit dem gläsernen Politiker hatte ich mir anders vorgestellt. Statt Berlusconis Würstchen, Putins Oberkörper und den gezeigten CDU-Dekolletés wäre doch mehr Transparenz in Sachen Nebenjobs und Dienstwagen schön, oder?
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von eteco eteco ist gerade offline | 12.8.2009 12:16 Uhr
Ausschnitte des Wahlkampfs
schreibt der TSP in der Printausgabe und trifft damit den Witz dieser Plakataktion besser als hier online. Der Erfolg stellt sich mit dem Medienecho ein. Aussagen haben Wahlplakate eh kaum. Die Kandidaten und Parteien können nur auf sich aufmerksam machen. Das ist hier gelungen, aber wählen sollte man ja wie man will. Also keine scheinheilige Aufregung.
Comment
von carolina carolina ist gerade offline | 12.8.2009 12:43 Uhr
Gibt es ein einziges
Wahlplakat, welches eine Aussage zur Wahl, zum Programm enthält?

Ich habe mindestens seit den letzten Wahlen zum Bundestag keins gesehen. Es werden Köpfe, Gruppen, Schlagworte dargestellt, sonst nichts.

Es geht demnach offenbar nicht um Aussagen, sondern allein um Aufmerksamkeit.
Und da kann man Frau Lengsfeld nur gratulieren, die hat sie erreicht und damit ihren Bekanntheitsgrad erhöht.

Ich finde das Plakat (obwohl ich keine von beiden wählen würde), witzig.

Und egal, wie man zu Frau Lengsfeld stehen mag: was bitte sehr ist gegen ein weibliches Dekolleté (egal ob digital geschönt oder nature) einzuwenden?


Comment
von hoernerw hoernerw ist gerade offline | 12.8.2009 13:11 Uhr
Blickfang
Tja, wieso reicht solch ein Blickfang in Zeiten der Krise beim Wahlkampf - oder ist alles nur Ablenkung?
Comment
von eteco eteco ist gerade offline | 12.8.2009 13:23 Uhr
Nicht vergessen:
Ströbele ist hier der Direktkandidat der Grünen. Vermutlich wieder uneinholbar....also sollte mediales Aufsehen in dieser Form doch gestattet sein. Mir gefallen beide Persönlichkeiten, allein schon weil sie sich nicht in die Sachzwänge ihrer jeweiligen Partein einbinden lassen.
Comment
von geronimovandyk geronimovandyk ist gerade offline | 12.8.2009 14:27 Uhr
Titanic-Titelblatt
Vor ein paar Wochen zeigte Titanic Steinmeier mit einem überdimensionalen Gemächt und der Headline: Steinmeier eröffnet Penis-Wahlkampf - Merkel chancenlos!"
Hier das Bild: http://www.titanic-magazin.de/postkarten.html?&card=7935&cHash=aecd0b8aaa

So real kann Saitire sein! Oder so einfach das Adaptieren von Ideen...
Comment
von boffi boffi ist gerade offline | 12.8.2009 14:48 Uhr
verflachung
kann dieses auch ästhetisch eher unangenehm wirkende plakat nur als ausdruck einer verflachten medienwelt verstehen, in der wir heute leider leben müssen. mit "selbstironie" oder gar "komik" hat das rein gar nichts zu tun, dazu ist es einfach zu billig. wer "hier mehr zu bieten hat", wird sich hoffentlich am wahltag zeigen, ich persönlich fürchte: keiner.
Comment
von yakiz yakiz ist gerade offline | 12.8.2009 15:16 Uhr
Zumindest hat es....
...für 25 Kommentare in 2 Tagen gereicht.
Garnicht so schlecht!
Comment
von hb hb ist gerade offline | 12.8.2009 16:47 Uhr
Von Putin lernen heißt siegen lernen.
Das Blog Mädchenmannschaft versagt bei der Diskussion zum Thema leider völlig, weil sie Kommentare und ihre eigenen Antworten darauf löschen. Betroffen sind:
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17123
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17124
und
http://maedchenmannschaft.net/wir-haben-mehr-zu-bieten/#comment-17127
sowie die Antwort von Susanne darauf zumn Thema "Meinungsressort in der taz".

Ich habe mich eben dort mit Kommentar 17185 beschwert. Mal sehen, ob sie so sportlich sind und den zulassen.
Comment
von doncamillo doncamillo ist gerade offline | 12.8.2009 18:46 Uhr
Du lieber Himmel
Manchmal ist Politik einfach nur ein ästhetisches Problem. Solche Fotos sah man zuletzt vor 40, 50 Jahren im Neckermann-Katalog unter der Rubrik "Für die stärkere Dame".
Comment
von eliza eliza ist gerade offline | 12.8.2009 18:52 Uhr
mir gefällt der Frank Walter
mit Schutzhelm "bekleidet" in den Werkshallen bei seinen Auftritten als Arbeiterführer viel besser.

Seite : 1 2 >> (2 Seiten)

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