Wahlkampf der US-Republikaner : Newt Gingrich kämpft sich in TV-Debatte nach vorn

Zwei Tage vor der Vorwahl in South Carolina versuchten Romneys Konkurrenten, den Erfolgskurs des Favoriten zu stoppen. Dabei ging vor allem Newt Gingrich in einer kämpferischen TV-Debatte in die Vollen - und geriet dabei selbst unter Druck.

Romneys Konkurrent Newt Gingrich zeigt sich kämpferisch.
Romneys Konkurrent Newt Gingrich zeigt sich kämpferisch.Foto: dpa

Das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur in den USA wird rasanter. Zwei Tage vor der wichtigen Vorwahl am Samstag im Bundesstaat South Carolina versuchten die Hauptkonkurrenten von Mitt Romney, den Favoriten auf dessen bisherigem Erfolgskurs zu stoppen. In einer Fernsehdebatte am Donnerstagabend (Ortszeit) in Charleston sprachen sie Romney erneut vehement das Recht ab, sich als ein „wahrer Konservativer“ zu präsentieren.

Vorwahlkampf der US-Republikaner
Am 2. Mai steigt Newt Gingrich offiziell aus dem Vorwahlkampf der Republikaner aus.Weitere Bilder anzeigen
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03.05.2012 12:34Am 2. Mai steigt Newt Gingrich offiziell aus dem Vorwahlkampf der Republikaner aus.

Romney, Exgouverneur von Massachusetts, hatte kurz zuvor zwei Rückschläge erlitten. Der texanische Gouverneur Rick Perry warf am Donnerstag nach enttäuschendem Abschneiden in den ersten beiden Vorwahlen das Handtuch und machte sich für den früheren Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich, als Präsidentschaftskandidaten stark. Zudem wurde Romney rückwirkend der Sieg beim Vorwahlauftakt in Iowa Anfang Januar aberkannt und offiziell ein Unentschieden mit dem ehemaligen Senator von Pennsylvania, Rick Santorum, festgestellt.
Nach Iowa hatte Romney dann die Vorwahl in New Hampshire haushoch gewonnen. Umfragen deuten bisher zwar auch auf einen Sieg in South Carolina hin, aber Gingrich hat in den vergangenen Tagen stark aufgeholt.
In der Fernsehdebatte versuchten Gingrich und Santorum, den aktuellen Rückenwind für sich auszunutzen und nicht nur Romney, sondern sich auch gegenseitig das Wasser abzugraben. Vor allem Gingrich, der eine neue Chance gegen Romney wittert, zeigte sich dabei aggressiv und kämpferisch. Er warf dem früheren Unternehmensberater Romney vor, Arbeitsplätze vernichtet zu haben, bezeichnete den Demokraten Barack Obama als gefährlich und ging massiv den Sender CNN als Gastgeber der TV-Debatte an.

Der Moderator hatte den zweifach geschiedenen Gingrich gleich zum Debattenauftakt zu jüngsten Äußerungen einer Exfrau befragt. Der Konservative soll ihr eine „offene Ehe“ vorgeschlagen haben. Gingrich wies die Äußerungen als falsch zurück und nannte das Vorgehen von CNN „verabscheuungswürdig“.

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