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Wahlkampf in Las Vegas : 19-jähriger Brite wollte Trump erschießen

Ein junger Brite hat bei einem Auftritt von Donald Trump in Las Vegas versucht, einem Secret-Service-Mitarbeiter die Waffe zu entwenden. Einer Zeitung zufolge soll er Autist sein.

Der designierte Präsidentschaftskandidat Donald Trump.
Der designierte Präsidentschaftskandidat Donald Trump.Foto: Andrew Kelly/dpa

Nach seiner Festnahme bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump hat ein Mann zugegeben, dass er den voraussichtlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten ermorden wollte. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor. Der Verdächtige war am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung des 70-jährigen Milliardärs festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, die Waffe eines Mitarbeiters des Secret Service zu stehlen.

Im Verhör mit der Polizei gab er demnach an, er sei eigens von Kalifornien nach Las Vegas gefahren, um Trump zu töten. Er habe den 70-Jährigen um ein Autogramm bitten und dann zuschlagen wollen. Unklar blieb zunächst, wie weit er von dem Politiker entfernt war, als er nach der Pistole des Beamten griff. Den Sicherheitsbeamten Ameel Jacob habe er ausgewählt, weil dessen Waffe entsichert war. S. lebe seit anderthalb Jahren in den USA, zunächst in New Jersey, dann in Kalifornien.

Der Polizei sagte er weiter, dass er am Tag zuvor an einem Schießstand trainiert habe. Das sei das erste Mal gewesen, dass er eine Waffe benutzt habe, hieß es weiter. Er gab an, er verfolge den Plan bereits seit fast einem Jahr und würde es wieder versuchen, wenn er auf freien Fuß käme. Der junge Mann sagte den Angaben zufolge aus, dass er sich bereits eine Eintrittskarte für eine weitere Wahlkampfveranstaltung in Phoenix im Bundesstaat Arizona gekauft habe. Dort habe er Trump töten wollen, falls ihm das in Las Vegas nicht gelungen sein sollte.

Wie die Staatsanwaltschaft am Montag (Ortszeit) mitteilte, wurde der junge Mann wegen Fluchtgefahr festgehalten - ohne die Möglichkeit einer Freilassung gegen Kaution. Die nächste Anhörung ist für den 5. Juli vorgesehen. Sollte S. einer "Gewalttat auf einem Privatgelände" für schuldig befunden werden, drohen ihm mehr als zehn Jahre Haft und eine Geldbuße von 250.000 Dollar. Ein Sprecher des Außenministeriums in London erklärte, das örtliche Konsulat biete "nach der Festnahme eines britischen Staatsbürgers in Las Vegas" seine Unterstützung an.

Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Briten handeln. Sein Alter wurde in manchen Medienberichten mit 19 Jahren angegeben, in anderen mit 20. Wie aus den Gerichtsdokumenten hervorgeht, trug er bei seiner Festnahme einen britischen Führerschein bei sich. Gegenüber der Polizei sagte er, er lebe seit etwa eineinhalb Jahren in Hoboken im Bundesstaat New Jersey.

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Wie die Zeitung "Las Vegas Review-Journal" unter Berufung auf die Behörden berichtete, litt der Mann an einer Form von Autismus. Er lebte demnach in seinem Auto, sein Visum war abgelaufen.

Trumps Wahlkampfveranstaltungen sind streng gesichert: Besucher müssen sich einer Kontrolle ähnlich der an Flughäfen unterziehen. (dpa)

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