Wahlkampfreise : Obama wirbt in Israel um Vertrauen

Barack Obama ist in Israel mit Präsident Peres zusammengetroffen. Anlässlich seines Besuchs wurden besondere Zeichen der Freundschaft erwartet, da bislang McCain als besserer Vertreter der israelischen Sache gilt. Obama verspricht, sich für die Sicherheit Israels und dauerhaften Frieden einzusetzen.

Obama in Israel Foto: dpa
Israel-Besuch: Barack Obma besucht die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem. -Foto: dpa

JerusalemZu Beginn des Gesprächs mit dem israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres bekräftigte Obama seine "bleibende Verpflichtung gegenüber der Sicherheit Israels". Er hoffe, sich an den Bemühungen beteiligen zu können, "einen dauerhafteren Frieden in der Region herbeizuführen". Peres sagte, er könne Obama als Kandidat nur einen Rat geben: "Seien Sie ein hervorragender Präsident der Vereinigten Staaten." Die Welt brauche dringend "eine Vision und eine Führung". Die drängendsten Fragen weltweit seien gegenwärtig Terror und Hunger.

Am Morgen war Obama mit Verteidigungsminister Ehud Barak und anschließend mit Oppositionsführer Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Danach besichtigte er die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem. In Israel galt bisher der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain als besserer Vertreter israelischer Interessen. Es wurde deshalb erwartet, dass Obama bei seinem Besuch besondere Signale der Freundschaft mit Israel setzen würde.

Am frühen Nachmittag steht ein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah auf seinem Programm. Die Palästinenser wollen Obama unter anderem über die israelischen Siedlungsaktivitäten im Westjordanland informieren. Am Abend trifft Obama den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und besichtigt die Klagemauer in Jerusalems Altstadt. (nim/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben