Wahlpanne : Zweifel an Romneys Sieg bei Vorwahlen in Iowa

Laut endgültiger Zählung soll Rick Santorum bei den Vorwahlen in Iowa 34 Stimmen vor Mitt Romney gelegen haben. Und ein weiterer Bewerber erklärte seinen Ausstieg aus dem Rennen ums Weiße Haus.

Der christlich-konservative Ex-Senator Rick Santorum gewann die Vorwahl in Iowa mit 34 Stimmen vor Romney (Bild).
Der christlich-konservative Ex-Senator Rick Santorum gewann die Vorwahl in Iowa mit 34 Stimmen vor Romney (Bild).Foto: dpa

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner ist der Sieg von Mitt Romney bei der ersten Vorwahl Anfang Januar im Bundesstaat Iowa in Zweifel gezogen worden. Wie die Zeitung „Des Moines Register“ am Donnerstag unter Berufung auf Parteikreise berichtete, gewann der christlich-konservative Ex-Senator Rick Santorum die Vorwahl in dem kleinen Agrarstaat im Mittleren Westen mit 34 Stimmen vor Romney. Dies sei das Ergebnis einer endgültigen Auszählung. Das genaue Ergebnis werde aber wohl nie feststehen, da die Resultate aus acht Stimmbezirken verschollen seien.
Nach stundenlanger Hängepartie war Romney in der Nacht nach den so genannten Caucuses in Iowa am 3. Januar mit acht Stimmen Vorsprung vor Santorum zum Sieger erklärt worden. Der Erfolg hatte seinen Favoritenstatus untermauert: Anschließend gewann der Ex-Gouverneur von Massachusetts auch die Vorwahl im Bundesstaat New Hampshire und liegt bei dem nächsten Urnengang der Republikaner am Samstag in South Carolina in Umfragen vorne.

Vorwahlkampf der US-Republikaner
Am 2. Mai steigt Newt Gingrich offiziell aus dem Vorwahlkampf der Republikaner aus.Weitere Bilder anzeigen
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03.05.2012 12:34Am 2. Mai steigt Newt Gingrich offiziell aus dem Vorwahlkampf der Republikaner aus.

Die Caucuses in Iowa markieren traditionell den Auftakt der Vorwahlen in den USA. Ihre Bedeutung ergibt sich vor allem durch das große Medieninteresse am Abschneiden der Bewerber im ersten wirklichen Test an der Wahlurne. Für die offizielle Kandidatenkür auf dem nationalen Parteitag Ende August hat das kleine Iowa nur wenige Delegierte zu vergeben. Dabei ist das Wahlergebnis vom 3. Januar für die Verteilung der Delegiertenstimmen nicht einmal bindend.

Nun streicht laut einem Fernsehbericht ein weiterer Bewerber die Segel. Der texanische Gouverneur Rick Perry werde noch am Donnerstag seinen Ausstieg aus dem Rennen um die Präsidentschaft erklären, berichtete der US-Nachrichtenkanal CNN unter Berufung auf ungenannte Quellen. Der 51-Jährige werde nicht mehr an der für den Abend geplanten TV-Debatte des Senders teilnehmen.

Damit kämpfen nur noch vier Bewerber darum, zum Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama bei der Wahl im November gekürt zu werden. Favorit ist der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär Mitt Romney, der auch in South Carolina in den Umfragen weit vor seinem ernsthaftesten Herausforderer Newt Gingrich liegt. Romney hatte die letzte Vorwahl in New Hampshire gewonnen und auch einen Erfolg in Iowa erzielt. Perry dagegen war laut Meinungsforschern weit abgeschlagen.

Erst vor wenigen Tagen hatte der frühere US-Botschafter in China, Jon Huntsman, seinen Ausstieg aus dem Rennen ums Weiße Haus erklärt. In dem konservativen Südstaat wird am Samstag gewählt. (afp/dpa)

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