Politik : Wahlrecht ab 16 soll Neonazis eindämmen

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Magdeburg - Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) hat sich für ein allgemeines Wahlrecht ab 16 Jahren ausgesprochen. „Wie bei den Kommunalwahlen sollte das Wahlalter auch für Landtags- und Bundestagswahlen von 18 auf 16 gesenkt werden“, sagte Kolb in Magdeburg. Nach ihrer Einschätzung kann dies dazu beitragen, die Hinwendung junger Leute zum Rechtsextremismus zu verhindern. „Dies ist eine gute Möglichkeit, an die Jugendlichen früher heranzukommen.“ Möglicherweise beschäftigten sie sich so früher mit der Politik und durchschauten so auch die Ziele rechtsextremer Parteien und Gruppen. Junge Leute sollten zudem selbst stärker mit über Dinge entscheiden können, die sie später betreffen, sagte Kolb weiter. „Sie haben dazu heute in einer Gesellschaft, die immer älter wird, zu wenig Möglichkeiten.“ dpa

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