Wahlumfrage : Minus für die SPD, Plus für Guttenberg

Dem Misserfolg bei der Europawahl folgt der Umfrage-Einbruch: Im neuen Politbarometer im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel verzeichnet die SPD deutliche Verluste.

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Berlin - In der aktuellen politischen Stimmung fallen die Sozialdemokraten von 30 auf 22 Prozent. In der Prognose der Forschungsgruppe Wahlen mit Blick darauf, dass am Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, bedeutet das ein Minus von drei Punkten auf 25 Prozent. Die Union kann in der Wahlprognose dagegen um einen Punkt auf 37 Prozent zulegen. Schwarz-Gelb hätte nach dem Politbarometer derzeit eine Mehrheit von 50 Prozent (siehe Grafik).

Der Fall der SPD hat auch Konsequenzen für die Einschätzung des politischen Führungspersonals. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier rutscht in der Wertschätzung von 1,4 auf 1,1 Punkte ab (in der Skala von minus fünf bis plus fünf). Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schafft wieder 2,0. Einen Aufschwung erlebt Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), dem seine Befürwortung einer Opel-Insolvenz offenbar nicht schadet – im Gegenteil: Sein Popularitätswert steigt von 1,5 auf 2,0, er zieht mit Merkel gleich. Allerdings kennen ihn 27 Prozent der Befragten nicht. Staatshilfen für Arcandor lehnen 77 Prozent ab, 60 Prozent meinen, der Staats soll sich generell zurückhalten. afk

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