Wahlumfrage : Union hält SPD auf Abstand

Die Union kann ihren Vorsprung vor der SPD weiter ausbauen. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union auf 40 Prozent der Wählerstimmen, die SPD nur auf 25. Und auch im direkten Vergleich zwischen Merkel und Steinmeier kann die Union punkten.

MainzDie Union hält die SPD in der Sonntagsfrage weiter auf Abstand: In den vergangenen zwei Wochen legte sie laut ZDF-"Politbarometer" in der Wählergunst um zwei Punkte zu. 40 Prozent Zustimmung wären der Union sicher, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Die SPD bliebe unverändert bei 25 Prozent, ergab die am Freitag veröffentlichte Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen. Die FDP erhielte unverändert 11 Prozent. Die Linke verlöre einen Punkt (10 Prozent), die Grünen lägen bei 9 Prozent (unverändert) und die sonstigen Parteien bei zusammen 5 Prozent (minus 1). Union und FDP hätten damit eine klare Mehrheit.

In die Liste der zehn wichtigsten Politiker sind Ende Oktober der neue bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) aufgerückt, während der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und vormalige SPD-Chef Kurt Beck sowie Bayerns Ex-Regierungschef Günther Beckstein (CSU) nicht mehr dabei sind.

Großteil der Deutschen befürwortet Neuwahlen in Hessen

Auf Platz eins und zwei der Liste bleiben mit leicht verschlechterten Werten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Bei der Frage, wen von beiden die Deutschen lieber als Regierungschef haben wollen, baute Merkel ihren Vorsprung vor Steinmeier weiter aus: Für sie votierten jetzt 56 Prozent (plus 4), für ihren Herausforderer nur 28 Prozent (minus 3).

72 Prozent der Wahlberechtigten befürworten die Neuwahlen in Hessen. Lediglich 20 Prozent fänden es besser, wenn die Parteien versuchen würden, ohne eine solche vorgezogene Wahl auszukommen. Acht Prozent sagten: "Weiß nicht". Dass SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti mit ihrem Plan scheiterte, in Hessen Ministerpräsidentin zu werden, nannten 51 Prozent aller bundesweit Befragten gut. 26 Prozent war es egal, und lediglich 19 Prozent bedauern das. "Weiß nicht", sagten 4 Prozent. Selbst bei den SPD-Anhängern fanden 40 Prozent Ypsilantis Scheitern gut, 25 Prozent war es egal, und nur 26 Prozent hätten sie lieber als Ministerpräsidentin gesehen ("Weiß nicht": 9 Prozent). (nis/dpa)

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