Politik : Wahlwerber

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„Angemessen“ werde er sich am Bundestagswahlkampf beteiligen, ausgemachte Termine werden eingehalten – das hat Gregor Gysi der neuen PDS- Spitze versprochen. Die hatte, in Sorge um das Abschneiden am 22. September, gedrängt. „Übertreiben“ werde er nicht, sagt Gysi. Wird sein Rücktritt der Partei im Wahlkampf schaden? Gysi selbst hofft, dass sein Schritt den Einzug der PDS in den Bundestag „zumindest sicherer“ macht, vielleicht sogar „einen kleinen Nutzen“ bringt. Und wird gleich zum Wahlwerber: Vom Einzug der PDS hinge es ab, ob es überhaupt Alternativen zu Schwarz-Gelb nach der Wahl gebe, sagt er. Rund zwei Dutzend Wahlkampftermine mit Gysi sind geplant, darunter mehrere Großveranstaltungen und einige Tagesreisen. In vielen Bundesländern, so in Bayern oder Thüringen, ist aber auch nur ein Auftritt vorgesehen. Ironisch antwortet Gysi dem PDS-Ehrenvorsitzenden Hans Modrow, der ihn nach seinem Rückzug zum Mann „von gestern“ erklärt hatte: „Ich freue mich immer, wenn Leute der Zukunft auf die Vergangenheit hinweisen.“ m.m.

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