WALES UND NORDIRLAND : Eigeninteressen

WALES:

Die Exporte in die EU und die Euro-Zone sind wie in Schottland auch in Wales die größte Sorge. Wales hatte nach dem Niedergang der Bergbauindustrie seit den 80er Jahren eine große Zahl von ausländischen Unternehmen, vor allem aus den USA, angezogen, die mit der Euro-Zone Handel treiben. Die früher vom Kohlebergbau geprägte Region ist froh, auf diese Weise Arbeitsplätze und einen gewissen Wohlstand geschaffen zu haben und fürchtet nun um das Erreichte.

NORDIRLAND: Der Chef der nordirischen Regionalregierung, Peter Robinson, ist euro-skeptisch. Er gab Cameron am Montag Rückendeckung. Zwar gehöre Nordirland zu den Profiteuren der EU. Großbritannien als Ganzes müsse aber mehr einzahlen, als es herausbekomme. Nordirland wird derzeit von einer Koalition aus pro-britischen Unionisten und der pro-irischen, katholischen Sinn-Féin-Partei regiert. Auch diese ist eher euro-skeptisch. Vize-Parteichefin Mary Lou McDonald warnte vor noch größerem Einfluss „nicht gewählter Eurokraten“. dpa

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